Spielinfo

Credit Suisse Super League, 20 Spieltag, 07.01.2026 21:41:01

Ereignisse

14"
0:1
Tor (Schuss) Ethan Meichtry 6. Tor
31"
0:2
Tor (Schuss) Mattias Käit 5. Tor
37"
1:2
Tor (Schuss) Miguel Reichmuth 2. Tor
44"
1:3
Tor (Schuss) Mattias Käit 6. Tor
45"
2:3
Tor (Schuss) Cheveyo Tsawa 1. Tor
54"
2:4
Tor (Schuss) Brighton Labeau 15. Tor
62"
3:4
Tor (Schuss) Philippe Paulin Keny 1. Tor
66"
4:4
Tor (Schuss) Steven Zuber 1. Tor
68"
4:5
Tor (Schuss) Brighton Labeau 16. Tor
75"
4:6
Tor (Schuss) Leonardo Bertone 4. Tor
81"
4:7
Tor (Schuss) Brighton Labeau 17. Tor
87"
5:7
Tor (Schuss) Philippe Paulin Keny 2. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Reporter: Rokko, 7:5-Auswärtssieg in Zürich, ein Spiel mit zwölf Toren und extremen Phasen. Wenn man das mit dem Hinspiel vergleicht, war das heute eine ganz andere Geschichte. Wie hast du diese Partie erlebt?

Rokko: Komplett anders, ja. Genau das hatte ich bereits im Hinspiel prognostiziert. Das war von der ersten Minute an deutlich enger als das Hinspiel. Man hat sofort gemerkt, dass Zürich heute ein anderes Gesicht zeigt. Mehr Mut, mehr Zugriff, mehr Überzeugung. Das war kein Abwarten, kein Reagieren, sondern ein aktives Spiel. Für uns war von Beginn an klar: Das wird ein echter Kampf, mental wie spielerisch.

Reporter: Trotzdem geht ihr relativ früh mit 0:2 in Führung. Hattest du da kurz das Gefühl, dass das Spiel in eure Richtung kippen könnte?

Rokko: Natürlich hilft dir so eine Führung ungemein, vor allem auswärts. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Spiel „durch“ ist. Dafür war Zürich viel zu präsent. Nach dem 0:2 kam ja auch kurze Zeit später die Antwort. Das 1:2 war sinnbildlich für dieses Spiel: Kaum lässt du ein kleines Fenster offen, ist Zürich da. Und genau das macht sie aus – sie glauben an sich, sie bleiben dran.

Reporter: Es ging dann hin und her, zur Pause steht es 2:3, später sogar 2:4 für euch. Trotzdem schafft Zürich den Ausgleich zum 4:4. Was ging dir in dieser Phase durch den Kopf?

Rokko: Ehrlich? Da wurde es richtig unangenehm für uns. Und wenn ich ehrlich sein darf, dachte ich kurz - jetzt dreht er das Spiel! Zürich hatte in dieser Phase ein brutales Momentum. Das Stadion war da, die Mannschaft war da, jeder zweite Ball landete bei ihnen. Das war ein echtes Powerplay. Und wenn wir da nicht unmittelbar nach dem 4:4 wieder in Führung gehen, dann wird es ganz, ganz schwer, dieses Spiel noch zu ziehen. Vielleicht kippt es dann sogar komplett.

Reporter: Genau dieses 4:5 fällt quasi direkt nach dem Ausgleich. Wie wichtig war dieses Tor psychologisch?

Rokko: Extrem wichtig. Das war ein „Stich-ins-Herz“-Tor, so würde ich es passend bezeichnen. Du kämpfst dich als Heimmannschaft zurück, alles fühlt sich gerade richtig an – und dann kassierst du direkt wieder den Gegentreffer. Das nimmt dir Energie, zumindest kurzfristig. Für uns war es der Moment, in dem wir wieder Luft bekommen haben. Und das zeigt auch die Mentalität meiner Mannschaft. Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, selbst wenn das Spiel emotional komplett eskaliert.

Reporter: Apropos Mentalität: Du hast nach dem Spiel betont, wie stolz du auf deine Truppe bist. Warum gerade heute?

Rokko: Weil das heute kein Schönwetter-Sieg war. Das war kein kontrolliertes 3:0 oder 4:1, wo alles nach Plan läuft. Das war ein Spiel, in dem du immer wieder Rückschläge einstecken musst, in dem der Gegner dich an deine Grenzen bringt. Und genau in solchen Spielen zeigt sich, was eine Mannschaft ausmacht. Die Jungs sind ruhig geblieben, haben sich gegenseitig geholfen, haben weiter an sich geglaubt. Darauf bin ich richtig stolz.

Reporter: Brighton Labeau war wieder extrem auffällig, mehrere Tore, wichtige Aktionen. Trotzdem hattest du schon mehrfach betont, dass es nicht nur um Einzelspieler geht.

Rokko: Genau. Brighton ist aktuell in einer Phase, in der ihm viel gelingt, das steht außer Frage. Aber Fußball ist ein Mannschaftssport. Ohne die Arbeit der anderen, ohne die Läufe, ohne die Bereitschaft, auch mal für den Mitspieler Meter zu machen, passiert da gar nichts. Heute haben wir als Team funktioniert, auch wenn es defensiv Dinge gab, die wir besser machen müssen.

Reporter: Auf der anderen Seite steht ein FC Zürich, der sich im Vergleich zum Hinspiel massiv gesteigert hat. Wie bewertest du die Entwicklung unter OpaAlfi?

Rokko: Ich ziehe da wirklich meinen Hut. Das war heute ein ganz anderer FC Zürich. Mutig, leidenschaftlich, mit klaren Ideen. OpaAlfi hat es geschafft, in kurzer Zeit eine enorme Entwicklung anzustoßen. Das sieht man nicht nur am Spiel, sondern auch an der Art, wie die Mannschaft auftritt. Und was mir besonders gefällt: Er bleibt dabei völlig authentisch. Kein Theater, kein Getöse.

Reporter: Du hast ihn schon mehrfach als starken Menschen beschrieben, nicht nur als Trainer.

Rokko: Absolut. Er ist ein super Mensch und ein super Trainer. Und das meine ich genau so. Der Umgang vor und nach dem Spiel war extrem angenehm. Respektvoll, reflektiert, offen. Ich weiß, wie hart diese Phase für ihn sein muss, gerade wenn die Ergebnisse noch nicht konstant positiv sind. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich seine Arbeit auszahlen wird. Ich traue ihm das zu, zu hundert Prozent.

Reporter: Was würdest du ihm konkret für die kommenden Spiele wünschen?

Rokko: Vor allem Geduld und ein bisschen Spielglück. Manchmal fehlt nur ein kleiner Moment, ein Spiel, das kippt, und plötzlich läuft es. Ich drücke ihm wirklich die Daumen, dass die nächsten Spiele positiver verlaufen. Er hat es verdient, und seine Mannschaft auch.

Reporter: Blicken wir nochmal kurz auf euch. Zwei Spiele gegen Zürich, viele Tore, viel Spektakel. Was nimmst du aus diesem Duell insgesamt mit?

Rokko: Dass wir mental sehr stabil sind, aber auch, dass wir defensiv noch sehr viel Arbeit vor uns haben. Zwei Spiele, insgesamt sieben Gegentore – das ist zu viel, auch wenn wir vorne extrem effektiv sind. Solche Spiele können Spaß machen, aber sie kosten auch Kraft. Wichtig ist, dass wir die richtigen Schlüsse ziehen.

Reporter: Abschließend gefragt: Was überwiegt nach so einem Abend – Freude oder Erleichterung?

Rokko: Beides. Freude über die drei Punkte, über die Moral, über die Art und Weise, wie wir dieses Spiel gezogen haben. Und Erleichterung, weil solche Spiele auch in die andere Richtung kippen können. Heute haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, auch solche Spiele anzunehmen. Und das fühlt sich gut an.

Reporter: Danke dir, Rokko, für das Gespräch.

Rokko: Sehr gerne. Und nochmal: Alles Gute an OpaAlfi – wir sehen uns wieder.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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