Spielinfo

Champions League, 9 Spieltag, 27.01.2026 22:01:45

Ereignisse

13"
1:0
Tor (Schuss) Severin Nioule 1. Tor
25"
1:1
Tor (Schuss) Marco Bürki 1. Tor
27"
2:1
Tor (Schuss) Severin Nioule 2. Tor
33"
2:2
Tor (Schuss) Kastriot Imeri 3. Tor
59"
3:2
Tor (Schuss) Severin Nioule 3. Tor
73"
4:2
Tor (Schuss) Isak Brusberg 2. Tor
75"
4:3
Tor (Schuss) Leonardo Bertone 1. Tor

Vorlagen

Spielberichte

🎙️Pressekonferenz nach dem Spiel BK Häcken - FC Thun
Journalist 1: Herr Alfi, Sie übernehmen das Team kurz vor Ende der Gruppenphase und gewinnen das letzte Spiel 4:3 - wie ordnen Sie das ein?
Trainer (Alfi): Es war wichtig, ein Zeichen zu setzen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und sich diesen Sieg absolut verdient.

Journalist 2: Trotz des Erfolgs scheidet BK Häcken aud der Champions League aus - überwiegt Enttäuschung oder Stolz?
Trainer (Alfi): Beides. Natürlich ist das Ausscheiden bitter, aber nach null Punkten zuvor war dieser Auftritt ein Schritt in die richtige Richtung.

Journalist 3: Was nehmen Sie aus diesem Spiel für die Zukunft mit?
Trainer (Alfi): Dass in dieser Mannschaft viel Potenzial steckt - darauf werden wir aufbauen.

OpaAlfi

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Esther Sedlaczek: Rokko, wieder kein Punkt in der Champions League, wieder ein enges Spiel, wieder 3:4 verloren. Man sieht dir an, dass das gerade schwer wiegt. Wie leer fühlt sich dieser Abend an?

Rokko: Sehr leer, wenn ich ehrlich sein darf. Das ist genau diese Art von Spiel, bei der du nach dem Abpfiff in der Kabine sitzt und dich fragst: Was müssen wir eigentlich noch machen, um uns endlich zu belohnen? Wir freuen uns seit Wochen, seit der Auslosung, auf diese Champions-League-Saison. Wir waren richtig heiß drauf, wollten uns messen, wollten zeigen, dass wir dazugehören. Und jetzt fühlt es sich Stück für Stück mehr wie eine Horror-Erfahrung an. Nicht, weil wir abgeschossen werden oder chancenlos sind – im Gegenteil. Sondern weil wir immer nah dran sind und trotzdem mit leeren Händen dastehen.

Esther Sedlaczek: Du sprichst es an: Wieder ein Spiel auf Augenhöhe, wieder beide Teams mit Chancen. Und trotzdem steht am Ende eine Niederlage.

Rokko: Ja, und das ist das was uns so nervt. Wenn du hier rausgehst und sagen musst: Wir waren klar schlechter, dann kannst du es abhaken, analysieren und weitergehen. Aber das hier war wieder komplett offen. Häcken spielt gut, keine Frage. Wir spielen aber auch gut. Beide Teams hätten dieses Spiel gewinnen können. Und am Ende entscheidet – wie leider schon so oft – unsere Defensive die Partie gegen uns.

Esther Sedlaczek: Ist es gerade besonders frustrierend, weil sich alles so bekannt anfühlt?

Rokko: Schön gesagt - es ist jedes Mal die selbe scheiße!. Es ist, als würde eine Schallplatte hängen bleiben. Du stehst hier und sagst zum dritten, vierten Mal: Eigentlich ein gutes Spiel, eigentlich hätten wir was holen können. Aber irgendwann willst du dieses „eigentlich“ nicht mehr hören. Irgendwann willst du einfach Punkte. Erfahrung ist schön und gut, aber Erfahrung allein bringt dir in der Tabelle nichts.

Esther Sedlaczek: Lass uns kurz aufs Spiel schauen. Häcken geht in Führung, ihr kommt zurück, dann wieder Rückstand, wieder Ausgleich – es geht hin und her.

Rokko: Ja, und das spricht ja auch für die Mentalität der Mannschaft. Wir lassen uns nicht hängen, wir kommen immer wieder zurück. Das 1:1, das 2:2 – das sind Momente, in denen du merkst, dass die Jungs dran glauben. Dass sie wollen. Dass sie diese Punkte genauso sehr brauchen wie ich. Aber dann kommen diese Phasen, in denen wir einfach nicht sauber genug sind. Kleine Unachtsamkeiten, falsche Zuordnungen, fehlende Klarheit im letzten Drittel defensiv. Und auf diesem Niveau wirst du dafür sofort bestraft.

Esther Sedlaczek: Severin Nioule trifft dreifach für Häcken. Ein Spieler, der euch heute große Probleme bereitet hat.

Rokko: Absolut. Er war brandgefährlich. Sehr beweglich, sehr zielstrebig. Aber auch da sage ich: Das ist nicht nur Nioule. Das sind Kettenreaktionen. Wenn ein Spieler so oft in gute Abschlusssituationen kommt, dann stimmt vorher schon etwas nicht. Dann greifen Abläufe nicht, dann fehlt die Abstimmung. Und das ist etwas, worüber wir sprechen müssen – auch wenn es weh tut.

Esther Sedlaczek: Wie schwer ist es für dich als Trainer, die Balance zu halten zwischen Kritik und Schutz der Mannschaft?

Rokko: Es ist schon nicht ganz einfach, dass sage ich ganz ehrlich. Weil ich den Jungs nichts vorwerfen kann, was Einsatz oder Willen angeht. Die rennen, die kämpfen, die investieren alles. Aber Champions League ist gnadenlos. Da reicht es nicht, 90 Prozent zu geben. Da musst du in jedem Moment hellwach sein. Und wenn du das nicht bist, dann verlierst du solche Spiele. Meine Aufgabe ist es jetzt, das klar anzusprechen, ohne den Glauben zu zerstören. Denn den dürfen wir auf keinen Fall verlieren.

Esther Sedlaczek: Wie groß ist die Gefahr, dass sich aus dieser Vorfreude auf die Champions League langsam Resignation entwickelt?

Rokko: Das ist eine berechtigte Frage, und genau deshalb müssen wir aufpassen. Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt: Es ist okay, enttäuscht zu sein. Es ist okay, wütend zu sein. Aber es ist nicht okay, den Kopf hängen zu lassen. Wir sind hier, weil wir uns das verdient haben. Auch wenn wir bisher nichts Zählbares geholt haben – wir gehören sportlich hierher. Und das müssen wir uns jeden Tag wieder bewusst machen.

Esther Sedlaczek: Was macht diese Niederlage mit dir?

Rokko: Sie trifft mich. Mehr als man vielleicht von außen sieht. Weil ich sehe, wie viel Arbeit wir reinstecken. Wie sehr wir uns das wünschen. Und dann stehst du wieder da und erklärst, warum es nicht gereicht hat. Aber gleichzeitig weiß ich: Aufgeben ist keine Option. Das wäre der falsche Weg. Wir müssen da durch.

Esther Sedlaczek: Lass uns auch über den Trainerkollegen sprechen. OpaAlfi auf Seiten von Häcken.

Rokko: Gerne. Großen Respekt. Er macht das sehr, sehr gut. Häcken ist extrem gut organisiert, mutig, klar in den Abläufen. Und er selbst ist ein total angenehmer Zeitgenosse. Fair, respektvoll, ruhig. Wir haben uns nach dem Spiel kurz ausgetauscht, und das sind die Momente, die ich am Fußball liebe – trotz allem sportlichen Frust. Ich gönne ihm diesen Sieg, auch wenn er für uns brutal weh tut. Und ich sage ganz klar: Häcken gewinnt dieses Spiel nicht unverdient.

Esther Sedlaczek: Gibt es irgendetwas Positives, das du aus diesem Spiel mitnimmst?

Rokko: Ja, und da wiederhole ich mich - die hängengebliebende Schallplatte schlägt wieder zu - wir können mithalten. Wir sind nicht fehl am Platz. Wir spielen Fußball, wir verstecken uns nicht, wir suchen Lösungen. Das ist die Basis. Jetzt müssen wir lernen, Spiele auch zuzumachen oder zumindest nicht aus der Hand zu geben. Das ist der nächste Schritt – und der ist der schwerste.

Esther Sedlaczek: Wie gehst du die nächsten Tage an?

Rokko: Ehrlich, offen, intensiv. Wir werden das Spiel analysieren, wir werden die defensiven Themen klar benennen. Aber wir werden auch daran erinnern, was wir gut gemacht haben. Und dann geht der Blick nach vorne. Mund abputzen, weitermachen. So banal es klingt – genau das ist jetzt gefragt.

Esther Sedlaczek: Rokko, danke für deine Offenheit in einer schwierigen Phase.

Rokko: Danke dir, Esther. Und auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt – wir geben nicht auf. Keine Sekunde.

Rokko

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Spielstatistiken

42
Ballbesitz in %
58
9
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
7
5
Schüsse
6
2.90
Expected Goals (xG)
3.00
170
Pässe
179
12
Tacklings
33
11
Gewonnene Tacklings
9
17
Abgefangene Bälle
26
1
Paraden
0
0
Fouls
1
0
Abseits
0
0
Ecken
1
0
Freistöße
0
1
Elfmeter
0
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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