Bärenstarke Leistung von Brann und verdient gewonnen. Bei Tromsø blickt man aktuell etwas dumm aus der Wäsche, da das letzte Kaderupdate gleich beide absoluten Leistungsträger der vergangenen Zeit aus dem FIFA Kader gestrichen hat. Mit Erlien und Mikkelsen sind nun zwei absolute Dauerbrenner weg, welche zum Teil auch auf Positionen gespielt haben die nun nicht mehr mit einem regulären Spieler auf dieser Position besetzt werden können. Maximal bitter aber der typische Fluch der kleinen Ligen in Fifa.
Soll die starke Leistung des Trainerkollegen natürlich in keinster Weise schmälern. Gg und Glückwunsch zum Sieg! Wie immer alles sehr fair auf und neben dem Platz
Das eine Emreli Tor war Minute 64, sorry vergessen einzutragen.
Kann nach dem Spiel direkt wieder duschen gehen, Billy hat das Spiel so verdammt gut gespielt, er hätte sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. Das war wirklich bockstark gespielt von ihm! Wie immer auch sehr fair und nett. Hat mega bock gemacht das Duell. Freue mich aufs Rückspiel. Viel Erfolg dir noch solange!
Skyttä mit 5 Vorlagen war der Matchwinner heute. Finnischer Messi einfach überragend
Samsun verliert im Dreikampf um die Meisterschaft sehr wichtige 3 Punkte. Man war die bessere Mannschaft mit den besseren Torchancen aber der Ball wollte einfach nicht reingehen. Zur Halbzeit stand es 0-3 für Rize obwohl Samsun schon allein vor dem 0-1 3 100% Torchancen hatte die nicht rein wollten. Sehr ärgerlich dass man ein Spiel verliert was man eigentlich gewinnen musste.
Aufgrund des Ausfalls von Joelinton bekam der in ungnade gefallene Woltemade mal wieder eine Chance. Diese nutzte der deutsche Stürmer ausnahmsweise mal und machte seinen ersten Treffer und seine erste Vorlage für die Magpies! Vielleicht wird er es in Zukunft doch häufiger mal wieder in die Startelf schaffen :P
KSC performt zumindest im Pokal
DFB-Pokal, 2. Runde: Zum ersten Mal traf man auf SebaS und seit langem Mal wieder auf Elversberg, welche sich mittlerweile zu einer soliden Truppe geformt haben. Beim KSC läuft es aktuell alles andere als gut, wenig bis keine Punkte, zu viele Gegentore - man musste sich heute irgendwie aus der Affäre ziehen, um nach der ECL nicht auch noch frühzeitig aus dem Pokal auszuscheiden.
Die beiden Mannschaften kamen gut in die Partie und in der ersten Viertelstunde konnte man getrost von einem Abtasten sprechen. Die Defensive ließen kaum etwas zu, jedoch sollte Karlsruhe mit dem ersten guten Vorstoß gleich zustechen. Das gewohnte Spiel des KSC: Marvin Wanitzek festigte den Ball und legte auf den hinterlaufenden Herold durch, welcher in den Strafraum eindringen konnte. Keine Anspielstation im Zentrum? Kein Problem! Der Linksverteidiger fasste sich ein Herz und nagelte das Leder aus spitzem Winkel ins lange Eck - 1:0 (18.)!

Doch auch der erste Treffer der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, so letzte sich Lukas Petkov nach schönem Spielzug durch und egalisierte zeitnah die Führung der KSC. Nach 26 Minuten war somit wieder alles auf Null gestellt.

Das Spiel blieb weiter recht chancenarm, da beide Teams mit enormer Konzentration in der Defensive zu Werke gingen. Ein Klassenunterschied war hier überhaupt nicht zu spüren. Dennoch sollten die Hausherren kurz vor der Pause noch einmal treffen, aber was war das bitte für ein Bock von Nicolas Kristof? Der Schlussmann entschärfte einen Angriff über Dzenis Burnić und wollte das Spiel schnell machen. Der aufgerückte Nicolai Rapp spekulierte und fing den Abroller vom Elversberger ab, ehe er ins verwaiste Tor einschieben konnte. Glück für den KSC, übles Pech für den SVE!

Mit dem 2:1 ging es dann auch in die Katakomben.
Nach dem Seitenwechsel war das Spiel weiter offen. Gefühlt hatte der KSC leichte Feldvorteile, was auch in das 3:1 umgemünzt werden konnte. Marvin Wanitzek ließ all seine Klasse aufblitzen und spielte einen überragenden Steckpass aus der eigenen Hälfte auf Louey Ben Farhat, der mit seiner Geschwindigkeit nicht mehr aufzuhalten war. Der Youngster wartete geschickt ab und hatte dann das Auge für den mitgelaufenen Fabian Schleusener, der nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste.

Es entwickelte sich jetzt auch offensiv eine rassige Partie. Elversberg wollte zwingend den Anschluss, während sich für den KSC immer mehr Räume boten. Hans-Christian Bernat hielt, genauso wie sein gegenüber Nicolas Kristof, in der ein oder anderen Situation überragend. Es wurden nun auch immer mehr Zweikämpfe auf höchstem Tempo geführt.

Schlussendlich sollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Der KSC gewann mit Sicherheit nicht unverdient, jedoch wurden tapfer kämpfende Elversberger für eine hervorragende Partie nicht belohnt. Ein übler Bock von Nicolas Kristof leitete die Niederlage ein, ehe ein genialer Moment von Kapitän Wanitzek die Weichen endgültig auf Sieg stellte.
Somit steht der KSC in der nächsten Runde des DFB-Pokals und schaut gespannt auf die Auslosung.

GG an Seba und Kompliment für eine starke Leistung. Viel Erfolg noch in Liga 2, wir sehen uns bestimmt bald wieder auf dem Platz!
Tirol revanchiert sich für die 4:8 Hinspielpleite gegen den unangefochtenen Tabellenführer RB Salzburg, die mit ihrem Neu Coach Nersch mit 57 Toren in ganzen 9 Spielen eine Offensivpower vorzeigten, die von den Werten unerreicht bleiben. Entsprechend waren die Tiroler auf das Gastspiel in der Red Bull Arena eingestellt. Den Schwung aus den Europapokalspielen wollten sie mitnehmen - und spielten die ersten 45 Minuten die wahrscheinlich stärkste Halbzeit der bisherigen Saison. Bis dato keine Chance zugelassen und selbst mit 3:0 in die Kabine rein, das war defensiv vor allem eine starke Partie.
Nach der Pause waren die Hausherren aggressiver, pressten früher an und belohnten sich früh mit dem 1:3 Anschluss. Tirol war allerdings im Gegensatz zum Hinspiel eine gefestigtere Mannschaft, fingen früh die Gegenstöße der starken RB Offensive ab und waren dank Sabitzer am Ende mit einem 7:2 Auswärtserfolg die doch bessere Mannschaft am heutigen Tag. Viel Erfolg weiterhin nach Salzburg und bis vermutlich zu den nächsten zwei Spielen in der laufenden Saison.
Karlsruhe verabschiedet sich endgültig aus Europa. Das Team ist mit dem aktuellen Trainer einfach nicht dafür gemacht und bleibt eine Bundesliga-Mittelfeldmannschaft. Wie in sämtlichen Gruppenspielen zuvor fängt der KSC besser an, hat die erste gute Chance und fängt sich direkt mit der ersten guten Chance des Gegners den Gegentreffer. So steht es in einem ausgeglichenen ersten Durchgang 0:1 statt zumindest Unentschieden.
Halbzeit zwei startet mit einem massiven Billiardtor, das so wieder ein Schlag ins Gesicht des KSC war. Und auf der Gegenseite? Hat der KSC auch brutales Glück nach einem Torwartfehler, aber statt selbst mal sowas zu nutzen, schießt Ben Farhat am leeren Tor vorbei. Dann macht Babak Babak-Sachen, zudem war der Widerstand und Wille des KSC so gut wie gebrochen, weil es einfach zu oft passiert ist. Man geht mit der nächsten Klatsche heim, kassiert in fünf Spielen unfassbare 24 Gegentore - vorne ist man gleichzeitig zu blöd, um einen Eimer Wasser auszukippen.
Ciao ECL, hochverdient fliegt man, unabhängig vom Ergebnis gegen Gdansk, hochkant raus.
Immerhin konnte man was für Österreich in der Fünfjahreswertung tun - leider mit dem KSC und nicht mit dem GAK 🙃
Aber allgemein sind 12 Niederlagen und nur 2 Siege aus den letzten übergreifend 15 Spielen einfach zu schlecht.
Wie immer Babak: Sehr stark gespielt, verdient gewonnen und wie immer seh ich kein Land. 10 Spiele, 10 Niederlagen, 10:54 Tore 🥲 Glückwunsch zu der bockstarken ECL Saison und viel Erfolg noch, sehen uns in der Liga!
Die Ligaphase der Conference League übersteht Tirol tatsächlich mit fünf Siegen und einer einzigen Niederlage, und macht (wohlmöglich) die Top 8 mit einem 5:0 gegen den KSC realistisch. Das Glück blieb stets auf Seiten der Österreicher, hatten die Gäste noch zu Beginn mehr Frequenzen in der Offensive, verflachte die Partie etwas und kam erst wieder mit der Führung durch Rieder in Schwung. Spätestens in Halbzeit zwei waren die Hausherren nun voll drin im Spiel und ließen Offensiv nahezu kaum eine Gelegenheit ungenutzt. Für die Karlsruher war symbolisch an diesem Tag, dass trotz eines fatalen Torhüterfehlers das leere Tor durch Ben Farhat in der 58. Minute nicht getroffen wurde. Daher sieht das Ergebnis etwas höher aus, als es eigentlich sein sollte.
Am Ende erreicht Tirol das Ziel die Ligaphase zu überstehen. Nun freut man sich auf die KO Spiele, und jedes dieser Spiele werden von nun an Bonuspartien sein. Meinem lieben Kollegen David wünsch ich in der Bundesliga nur das Beste und weiterhin viel Erfolg!
Und am Ende steht Mal wieder Frust. 8 zu 8 Schüsse bei mehr xGoals für Livingston. Man quält sich mit dieser Mannschaft und kriegt am Ende wieder eine Klatsche dank der langsamsten Abwehr in ganz Europa und stümperhaften Stürmern 😔
Gw nach Glasgow
Wahnsinn was für eine scheiße Karlsruhe und Graz vor dem Tor zusammenspielen in Kombination mit einer schrecklichen Verteidigung. In diesem Spiel gilt es nur noch mehr Tore als der Gegner zu schießen, aber dafür sind die beiden Teams vorne zu verschwenderisch. Üble Phase aktuell, aber was soll's.
Glückwunsch an Marcel, stark und brutal vor dem Tor wie immer 👌🏻
Was für ein Spiel für den FC Metz man schlägt die Startruppe aus Paris damit gelingt einem die riesen Überaschung.
Zum Spiel Metz starter gut doch Nuno Mendes und Hakimi ersticken die Angriffe über die Flügel sofort und Vintiniha nutzt die erste Chance am 16er sofort zur Führung.
Danach sind die Hausherren bemühnt nicht sofort das 0-2 zu kassieren und Asoro setzt sich gut auf aussen durch und nach Mendes Grätsche darf Hein aus 11 Meter verwandeln.
Dembele nutzt dann einen Elfmer zum 2-1 wieder war es Vintins der sich gut durchsetzt und danach gefoulz wurde.
Doch auch Asoro kann von einem Stelungsfehler der Pariser profitieren und dad 2-2 erzielen.
In Halbzeit 2 dann ein besonders Spiel Metz hat viel den Ball PSG will immer wieder schnell umschalten und hinter die Kette kommen doch dies gelingt selten und wenn Doué oder Barcola mal durch sind ist es Fischer im Tor der gut reagiert.
In den letzten 15 Minuten merkte man Metz könnte mit dem Punkt leben und Paris braucht 3 Punkte so ist ein Konter der den Lorrainen das wichtige 3-2 bringt Gbamik zieht ab im Style eines Torjägers und der Jubel ist Grenzenlos man übersteht noch 2 kritische Situation und schlägt das erste mal seit Amtsbegin in Metz einen der Meisterschaftsfavoriten.
24 von 24 Punkten - so kommt Molde FK durch die Gruppenphase der EuropaLeague. Das Match zwischen dem alten Mann und den kalten Norwegern passt ganz gut - leider sind zwei Spieler dem skandinavischen System zum Opfer gefallen und haben den Verein verlassen.
Wir freuen uns auf das Achtelfinale - Mal sehen ob man weiter am Märchen schrauben und schreiben kann oder ob der harte Fall auf den Boden kommt!
Hansa muss hier zuhause gegen ganz schwache Ingolstädter gewinnen. Auch mit 2-3 Tore Abstand, aber das Glück war dann doch auf der Seite der Schanzer
Es gibt diese Spiele, die man als Trainer einfach nicht erklären kann. Cottbus führt hier total verdient bis zur 30. Minute mit 3:0 und von Stuttgart 2 ist bisher nichts zu sehen. Wie von zauberhand legte der Gegner los wie die Feuerwehr und drehte das Ergebniss bis zu Halbzeit auf 3:3. Energie spielte hier weiterhin stark auf und schaffte die erneute Führung doch Stuttgart drehte weiter auf und zauberte sich am Ende zu einem für mich verrücktem 5:6 Auswärtssieg. Ich stell mir hier die Frage was denn bitte in den ersten 30 Minuten der Stuttgarter los war.
Glückwunsch an meinen Gegner
Aus der Traum am Osterdeich. Bremen macht einen Haken an den Aufstieg. 6 Niederlagen nach 21 Spielen sind zu viel.
Aber wenn man erst seine Dinger nicht macht und dann nur dem Ball hinterherläuft, dann muss man auch sagen, es reicht generell einfach nicht!
Leeds nimmt die schwache Form mit in die Champions League und verliert auch dort das erste Spiel. Ähnlich wie in den bisherigen Ligaspielen, ein vergleichbares Problem. Gefühlte 4 Schüsse reichen aus um 2 Gegentore zu kassieren, während man gleichzeitig selber zu viele Chancen vergibt. Zwischen beiden 16nern wars ein ausgeglichenes Spiel, da Leipzig vor allem über sehr viel ruhigen Ballbesitz das Spiel verflachte. Leeds dagegen mit vielen guten Konterchancen und einem Chancenplus am Ende. Doch 3x alleine aufs Tor zulaufen, führte nicht zu einem Torerfolg. Als DCL nach einer Ecke freistehend noch am Tor den Ball aus 5 Metern vorbei legte, war auch die letzte Chance auf zumindest einen Punkt dahin. Leeds scheitert somit - wie schon in den Ligaspielen - an der eigenen mangelnden Effektivität und bleibt Offensiv somit einen Schatten seiner selbst. Lösungsmöglichkeiten sind aktuell nicht in Sicht. Die Formation wurde bereits dahingehend geändert, dass man defensiv wieder stabiler stehen will. Dies gelang auch. Aber wenn die Spiele weiterhin so verlaufen, wird es eine ganz bittere Saison in Yorkshire. Leeds muss sich schütteln und erneut hinterfragen. Am Ende eine erneut mehr als unnötige und vermeidbare Niederlage aus Sicht der Peacocks.
Glückwunsch natürlich an Monty und Leipzig zu einer guten Leistung und dem Sieg
Reporter: Rokko, das Ergebnis liest sich brutal: 2:4-Niederlage nach 2:0-Führung, und das auch noch in den Schlussminuten. Wenn man aber das Spiel gesehen hat, weiß man, dass diese Zahlen nicht das ganze Bild widerspiegeln. Wie gehst du unmittelbar nach diesem Spiel damit um?
Rokko: Es ist extrem schwer, das in Worte zu fassen. Wenn du mich fragst, wie es sich anfühlt, dann sage ich ganz ehrlich: scheiße! Nicht, weil meine Mannschaft heute schlecht war – ganz im Gegenteil. Sondern weil wir uns nach 75 Minuten eigentlich hätten belohnen müssen. Und zwar nicht mit einem knappen Vorsprung, sondern mit einer komfortablen Führung. Dass wir dieses Spiel am Ende verlieren, tut richtig weh.
Reporter: Du sprichst die 75 Minuten an – Thun war lange Zeit klar überlegen.
Rokko: Ja, und das ist genau der Punkt. Wir waren über weite Strecken drückend überlegen. Wir haben das Spiel kontrolliert, wir haben Real Sociedad kaum Luft zum Atmen gelassen. Wenn wir zur Halbzeit 3:0 führen, kann sich keiner beschweren – und ganz ehrlich, das wäre absolut verdient gewesen. Wir haben Chancen kreiert, wir waren präsent, wir waren mutig, wir haben uns getraut, Fußball zu spielen. Das war eine unserer besten Leistungen in dieser Champions-League-Gruppenphase.
Reporter: Trotzdem steht zur Pause „nur“ ein 1:0 auf der Anzeigetafel.
Rokko: Genau, und da beginnt das Problem. Du spielst auf diesem Niveau, gegen so eine Mannschaft, und verpasst es, den Sack frühzeitig zuzumachen. Das ist kein Vorwurf an einzelne Spieler, das ist einfach bitter. Wenn du deine Chancen nicht nutzt, wirst du bestraft. Und heute haben wir teures Lehrgeld bezahlt, schon wieder.
Reporter: Auch nach dem 2:0 in der 70. Minute hattest du wahrscheinlich das Gefühl, dass jetzt der Moment gekommen ist.
Rokko: Absolut. Das 2:0 war verdient, wir waren weiter gut im Spiel, hatten das Gefühl: Heute geht was. Das Stadion war da, die Jungs waren da, alles hat gepasst. Aber man muss auch ehrlich sagen: Ab diesem Zeitpunkt hat man gemerkt, dass uns langsam die Luft ausgeht. Nicht mental, sondern körperlich. Dieses permanente Anlaufen, dieses hohe Tempo, das kostet unfassbar viel Kraft.
Reporter: Und Real Sociedad nutzt das gnadenlos aus.
Rokko: Genau das ist der Unterschied auf diesem Niveau. Du gibst ihnen einen kleinen Spalt – und sie gehen durch. Oyarzabal zeigt dann einfach, warum er dieser Spieler ist. Drei Tore in kürzester Zeit, eiskalt, ohne große Anlaufzeit. Da siehst du Qualität, bei ihm definitiv auch Erfahrung, und die pure Abgezocktheit. Und dann fällt auch noch das 2:4 durch Kubo – das ist dann der endgültige Nackenschlag.
Reporter: Wie sehr ärgert es dich, dass deine Mannschaft am Ende ohne Punkte dasteht?
Rokko: Extrem. Weil sie es heute verdient gehabt hätten, dreifach zu punkten. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert. Es geht nicht darum, wer schöner spielt oder wer länger überlegen ist, sondern wer am Ende die Tore macht. Und da war Sociedad heute einfach effizienter.
Reporter: Trotzdem wirkst du nicht wütend auf deine Mannschaft.
Rokko: Nein, überhaupt nicht. Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, ja. Aber ich bin stolz auf den Auftritt. Wirklich stolz. Wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau teilweise mithalten können. Dass wir nicht nur dabei sind, sondern Spiele gestalten können. Das war heute kein Klassenunterschied – das war ein Spiel, das in den letzten 15 Minuten entschieden wurde.
Reporter: Ist das vielleicht auch der größte Lernprozess für euch in dieser Champions-League-Saison?
Rokko: Definitiv. Genau solche Spiele zeigen dir, wo du stehst. Effizienz, Cleverness, Kräfte einteilen – das sind Dinge, die kommen mit Erfahrung. Wir sind in vielen Bereichen schon sehr weit, aber eben noch nicht ganz da, wo diese absoluten Topteams sind.
Reporter: Ein Wort zum Trainerkollegen Bob-Fugu?
Rokko: Sehr gerne. Erstmal Glückwunsch zum Sieg. Und darüber hinaus möchte ich betonen, was für ein feiner Mensch er ist. Wir haben uns nach dem Spiel noch in Ruhe unterhalten, ganz entspannt. Solche Gespräche sind für mich fast genauso wertvoll wie das Spiel selbst. Da merkt man einfach, dass da jemand sitzt, der den Fußball genauso liebt wie wir alle.
Reporter: Das klingt nach viel gegenseitiger Wertschätzung.
Rokko: Absolut. Und das ist mir extrem wichtig. Konkurrenz auf dem Platz, Respekt daneben. Er hat eine richtig starke Mannschaft, die heute ihre Klasse gezeigt hat. Ich wünsche ihm und Real Sociedad weiterhin viel Erfolg in diesem Wettbewerb.
Reporter: Wie blickst du nun auf die kommenden Spiele in der Gruppe?
Rokko: Positiv. Trotz der Niederlage. Weil wir gesehen haben, dass wir mithalten können. Wir stehen zwar weiterhin ohne Punkte da, aber wir stehen nicht ohne Hoffnung da. Die Jungs sind heiß, sie glauben an sich, und solche Leistungen geben dir Rückenwind – auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt. Und klar, wir werden ziemlich sicher die Gruppenphase nicht überstehen, so ehrlich müssen wir sein - aber wir geben alles, damit wir nicht ohne Punkte dastehen.
Reporter: Was nimmst du persönlich aus diesem Abend mit?
Rokko: Die Erkenntnis, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dass wir uns nicht verstecken müssen. Und dass Fußball manchmal brutal sein kann. Aber genau das macht ihn auch aus. Wir werden daraus lernen, wir werden weiterarbeiten, und wir werden weiter alles reinwerfen. Heute tut es weh – morgen gehen wir wieder voller Energie an die Sache ran.
Reporter: Danke dir, Rokko, für die offenen Worte.
Rokko: Sehr gerne. Und genau für solche Abende lieben wir doch diesen Sport, oder? Wenngleich es heute gegen meine Mannschaft lief.
Reporter: Rokko, was wir heute gesehen haben, war ein Spiel voller Emotionen und purer Leidenschaft. 4:3-Auswärtssieg nach 0:3-Rückstand – nimm uns bitte mit in deine Gefühlswelt direkt nach dem Schlusspfiff.
Rokko: Ganz ehrlich? Das ist einer dieser Siege, die man so schnell nicht vergisst. Ich bin emotional komplett durch, im positiven Sinne. Wenn du nach 35 Minuten auswärts 0:3 hinten liegst, dann sieht es normalerweise nicht gut aus. Und ich will da auch nichts beschönigen: Der Start in dieses Spiel war beschissen. Punkt. Wir waren nicht da, wir waren nicht wach genug, und Termalica hat das gnadenlos ausgenutzt.
Reporter: Die Gegentore fielen auffällig ähnlich.
Rokko: Ja, und genau das ärgert mich fast noch mehr als der Rückstand an sich. Alle drei Tore nach demselben Muster: über außen durchgebrochen, Pass in die Mitte, Abschluss, Tor. Drei Mal. Da stehst du an der Seitenlinie und denkst dir: Leute, das haben wir doch angesprochen. Das müssen wir besser verteidigen. Termalica hat das gut gemacht, keine Frage, aber wir haben es ihnen auch zu leicht gemacht.
Reporter: Wie hast du die Phase nach dem 0:3 erlebt?
Rokko: Ich war ehrlich gesagt erst einmal richtig bedient. Du schluckst dreimal innerhalb von 35 Minuten, auswärts, bei einem Gegner, der voll da ist – das tut weh. Aber genau da kommt der Punkt, der mir heute unglaublich wichtig war. Ich habe die Jungs zusammengenommen und gesagt: Hört zu, es ist okay, wenn wir dieses Spiel verlieren, dass gehört zum Fußball dazu. Aber was ich nicht akzeptiere, ist, wenn wir uns hier ergeben. Ich will verdammt nochmal sehen, dass ihr alles reinwerft. Wir haben noch 60 Minuten. Also los geht’s.
Reporter: Und dann kommt der Anschlusstreffer kurz vor der Pause.
Rokko: Ja, und der war Gold wert. Dalmau trifft zum 1:3, und das war unglaublich wichtig. Er hatte zuletzt Ladehemmungen, hat viel gearbeitet, wenig Ertrag gehabt. Und dann macht er dieses Tor genau zu diesem Zeitpunkt. Du merkst richtig, wie sich etwas verändert. In den Köpfen, in der Körpersprache. Plötzlich war wieder Glaube da.
Reporter: Wie hast du die zweite Halbzeit gesehen?
Rokko: Da waren wir eine ganz andere Mannschaft. Viel aggressiver, viel mutiger, viel klarer in unseren Aktionen. Wir haben das Spiel Stück für Stück an uns gezogen, ohne dabei komplett die Kontrolle zu übernehmen. Und dann fällt das 2:3 durch Jorge Félix – ein Tor, das uns endgültig zurück ins Spiel bringt. Ab da war klar: Hier geht noch was.
Reporter: Spätestens mit dem 3:3 in der 68. Minute war alles offen.
Rokko: Absolut. Das Stadion war da, es war ein komplett offenes Spiel. Und ich will auch betonen: Die Gastgeber waren weiterhin voll in der Partie. Das war kein Einbahnstraßenfußball. Sie hatten Chancen, sie hatten unter anderem zwei Aluminiumtreffer. Da hatten wir auch Glück, das gehört zur Wahrheit dazu.
Reporter: Trotzdem geht Piast am Ende voll ins Risiko.
Rokko: Ja, wir wollten mehr. Nach dem Ausgleich habe ich gespürt, dass die Jungs nicht zufrieden sind mit einem Punkt. Wir wollten diese Partie drehen. Natürlich mit dem Risiko, dass wir am Ende leer ausgehen. Aber genau dafür spielst du Fußball. Und dann kommt dieser Moment in der 85. Minute.
Reporter: Der eingewechselte Lokilo...
Rokko: Genau. Frisch eingewechselt, kommt rein, macht das 4:3 – und dann explodiert alles. Das Stadion, die Bank, ich selbst. Pure Emotion. Das sind diese Momente, für die du Trainer bist. Für die du die ganze Woche arbeitest. Für die du Rückschläge in Kauf nimmst und daraus lernst.
Reporter: Danach hieß es nur noch verteidigen.
Rokko: Ja, und das war noch einmal richtig Arbeit. Termalica wirft alles nach vorne, wir müssen leiden, kämpfen, jeden Meter gehen. Aber wir haben es geschafft. Wir haben das Ergebnis gehalten. Und das macht mich unglaublich stolz. Das war eine Willensleistung, eine mentale Leistung, wie ich sie in meiner noch kurzen Amtszeit bei Piast noch nicht erlebt habe.
Reporter: Wie ordnest du diesen Sieg ein?
Rokko: Das ist ein Sieg des Willens. Kein taktisches Meisterwerk, kein perfektes Spiel – im Gegenteil. Aber wir haben Moral gezeigt, wir haben uns nicht aufgegeben, wir haben an uns geglaubt. Und genau solche Spiele können einer Mannschaft extrem viel geben.
Reporter: Ein paar Worte zum Gegner und Trainerkollegen BenniOo?
Rokko: Sehr gerne. Benni, ich weiß, wie bitter sich so eine Niederlage anfühlt. Du führst 3:0, hast das Spiel eigentlich im Griff, und dann verlierst du es noch. Das tut weh, keine Frage. Aber ich will ganz klar sagen: Du hast das richtig gut gemacht. Du warst gut vorbereitet, du hattest einen klaren Plan, hast unsere Schwächen gnadenlos bespielt. Solche Spiele kippen manchmal einfach.
Reporter: Du bist überzeugt, dass Termalica noch Siege einfahren wird?
Rokko: Absolut. Da bin ich mir sicher. Die Qualität ist da, die Idee ist da, der Trainer sowieso. Das heute war kein Spiel, das man verliert, weil man schlecht war. Es war eines dieser Spiele, in denen Kleinigkeiten und Momente entscheiden. Ich freue mich jetzt schon auf das Rückspiel – solche Duelle machen einfach Spaß.
Reporter: Letzte Frage: Was nimmst du persönlich aus diesem Spiel mit?
Rokko: Dass es sich immer lohnt, dran zu glauben. Egal wie beschissen es gerade läuft. Fußball schreibt solche Geschichten, aber nur, wenn du bereit bist, alles zu investieren. Heute haben meine Jungs genau das getan. Und dafür ziehe ich meinen Hut, Amen.