Spielinfo

PKO Bank Polski Ekstraklasa, 15 Spieltag, 09.02.2026 12:07:04

Ereignisse

9"
0:1
Tor (Schuss) Jason Lokilo 6. Tor
23"
0:2
Tor (Schuss) Jason Lokilo 7. Tor
37"
1:2
Tor (Schuss) Pau Sans 8. Tor
42"
2:2
Tor (Schuss) Mauro Perkovic 1. Tor
54"
3:2
Tor (Schuss) Martin Minchev 12. Tor
69"
3:3
Tor (Schuss) Dalmau 19. Tor
71"
4:3
Tor (Schuss) Pau Sans 9. Tor
82"
5:3
Tor (Schuss) Pau Sans 10. Tor

Vorlagen

Gesperrte Spieler

Spielberichte

Esther Sedlaczek: Rokko, 3:5 bei Cracovia. Wenn man sich den Spielverlauf anschaut, dann war das ja wirklich ein wildes Spiel mit vielen Wendungen. Wie fühlst du dich direkt nach dem Abpfiff?

Rokko: Gemischt. Einerseits natürlich enttäuscht, weil du nach einer 2:0-Führung das Spiel am Ende noch verlierst. Das tut weh, keine Frage. Andererseits bin ich auch zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, weil wir hier bei einem absoluten Topteam wirklich ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Das darf man bei aller Enttäuschung nicht vergessen.

Esther Sedlaczek: Ihr startet ja brutal stark. Nach 23 Minuten steht es 2:0 für euch, Lokilo mit einem Doppelpack. Das war wahrscheinlich genau das, was du dir vorgenommen hattest, oder?

Rokko: Ganz klar. Wir wollten mutig sein, wir wollten den Favoriten gar nicht erst ins Rollen kommen lassen. Und genau das haben die Jungs umgesetzt. Wir waren griffig in den Zweikämpfen, klar in unseren Aktionen nach vorne und haben unsere Chancen eiskalt genutzt. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung auch verdient.

Esther Sedlaczek: Hattest du in dieser Phase das Gefühl, dass ihr Cracovia komplett im Griff habt?

Rokko: Für einen gewissen Zeitraum, ja. Wir haben ihnen wenig Räume gegeben, sie zu Fehlern gezwungen und gleichzeitig selbst sauber gespielt. Aber bei so einer Mannschaft weißt du auch: Das hält nicht zwangsläufig 90 Minuten. Die haben einfach zu viel Qualität.

Esther Sedlaczek: Und dann kommt der Anschluss in der 37. Minute – und kurz vor der Pause sogar der Ausgleich. Wie hast du diese Phase erlebt?

Rokko: Das war so ein bisschen der Knackpunkt. Du merkst, dass der Gegner stärker wird, mehr Druck aufbaut. Sie haben das Spiel zunehmend an sich gerissen, waren präsenter, mutiger. Und wir haben in dieser Phase ein paar Situationen nicht sauber verteidigt, bieten zu große Lücken an und standen bei den Ecken miserabel. Dann bekommst du zwei Gegentore und plötzlich ist alles wieder offen.

Esther Sedlaczek: Was hast du deiner Mannschaft in der Halbzeit mitgegeben?

Rokko: Vor allem Ruhe. Wir haben gesagt: Jungs, das ist immer noch ein gutes Spiel von uns. Lasst euch jetzt nicht verrückt machen. Klar war, dass Cracovia weiter Druck machen wird. Aber wir wollten weiter mutig bleiben und nicht anfangen, nur noch zu reagieren.

Esther Sedlaczek: Trotzdem dreht der Gastgeber nach der Pause das Spiel. Das 3:2 fällt relativ früh. War das ein mentaler Rückschlag?

Rokko: Ja, ehrlicherweise schon. Gerade weil du aus einer Führung kommst. Aber ich muss sagen: Die Reaktion meiner Mannschaft war stark. Wir haben uns nicht hängen lassen, wir haben weiter Fußball gespielt und sind ja dann auch wieder zurückgekommen.

Esther Sedlaczek: Genau, das 3:3 durch Dalmau. In dem Moment dachtest du wahrscheinlich, jetzt ist wieder alles möglich.

Rokko: Korrekt, das Tor durch Dalmau kamm zum richtigen Zeitpunkt und war auch schön rausgespielt. Das war ein richtig wichtiger Moment. Wir kommen zurück, zeigen Moral, zeigen, dass wir uns hier nicht ergeben werden. Und in diesem Moment hatte ich wirklich das Gefühl: Vielleicht können wir hier sogar etwas Zählbares mitnehmen.

Esther Sedlaczek: Aber quasi im Gegenzug fällt das 4:3. Das klingt aus Trainersicht wahrscheinlich besonders bitter.

Rokko: Ja, das war extrem ärgerlich. Du investierst viel, kommst zurück ins Spiel – und dann kassierst du fast direkt wieder ein Gegentor. Das ist schwer zu verarbeiten, gerade gegen so einen starken Gegner, der solche Momente eiskalt nutzt.

Esther Sedlaczek: Und am Ende macht Pau Sans mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf.

Rokko: Ja, und da muss man ehrlich sein: Der Junge hat heute ein richtig starkes Spiel gemacht. Cracovia hat seine Qualität voll ausgespielt, und wir haben es in den entscheidenden Momenten nicht geschafft, die letzte Stabilität reinzubekommen.

Esther Sedlaczek: Trotzdem wirkst du erstaunlich ruhig. Ist das eine Niederlage, mit der du leben kannst?

Rokko: Ja, weil die Leistung gestimmt hat. Wir sind hierher gekommen, haben mutig gespielt, haben den Favoriten lange geärgert und phasenweise sogar in den ersten 20/30 Minuten dominiert. Natürlich ist es ärgerlich, eine Führung aus der Hand zu geben. Aber bei der Klasse des Trainerkollegen und seiner Mannschaft ist es auch keine Schande, so ein Spiel zu verlieren.

Esther Sedlaczek: Was hat dir an deiner Mannschaft heute besonders gefallen?

Rokko: Der Mut. Die Bereitschaft, Fußball zu spielen. Wir haben uns nicht versteckt, wir haben unser Spiel durchgezogen. Und wir haben gezeigt, dass wir auch gegen die Topteams mithalten können. Das ist für die Entwicklung extrem wichtig.

Esther Sedlaczek: Und was hat dir weniger gefallen?

Rokko: Die Momente nach eigenen Toren. Da müssen wir ruhiger werden, besser verteidigen, cleverer agieren. Gegen solche Gegner darfst du dir keine kurzen Schwächephasen erlauben, sonst wird es sofort bestraft.

Esther Sedlaczek: Wie ordnest du diese Niederlage im Gesamtbild eurer Saison ein?

Rokko: Letztlich ein Spiel, aus dem wir sehr viel lernen können und werden. Wir nehmen viele positive Dinge mit, aber auch klare Erkenntnisse, woran wir arbeiten müssen. Und ich bin überzeugt: Wenn wir diese Dinge verbessern, dann werden wir solche Spiele in Zukunft auch mal für uns entscheiden.

Esther Sedlaczek: Du hast den Trainerkollegen schon angesprochen. Was möchtest du ihm nach diesem Spiel mitgeben?

Rokko: Erstmal Glückwunsch zum Sieg. Verdient, keine Frage. Seine Mannschaft hat im Laufe des Spiels immer besser Lösungen gefunden, hat sich angepasst und am Ende die entscheidenden Aktionen gehabt. Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg – und ich freue mich schon jetzt aufs Rückspiel.

Esther Sedlaczek: Apropos Rückspiel – mit welchem Ziel geht ihr da rein?

Rokko: Wir wollen es besser machen. Vor allem die Phasen nach eigenen Toren stabiler gestalten und über 90 Minuten konstanter sein. Wenn uns das gelingt, dann bin ich überzeugt, dass wir auch gegen Cracovia gewinnen können - aber das wird natürlich sehr sehr schwer. Ich glaube daran, diesen Glauben werde ich den Jungs vermitteln.

Esther Sedlaczek: Letzte Frage, Rokko: Trotz der Niederlage – gehst du mit einem positiven Gefühl aus diesem Spiel?

Rokko: Ja, tatsächlich schon. Natürlich überwiegt erstmal die Enttäuschung über das Ergebnis. Aber wenn ich auf die Leistung schaue, dann bin ich stolz auf die Jungs. Sie haben sich hier teuer verkauft, haben Charakter gezeigt und alles reingeworfen. Und genau darauf können wir aufbauen. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen.

Esther Sedlaczek: Danke dir für das Gespräch.

Rokko: Danke dir, Esther.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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