Spielinfo

Eredivisie, 15 Spieltag, 24.04.2026 07:20:08

Ereignisse

8"
1:0
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 24. Tor
25"
2:0
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 25. Tor
39"
Gelb Jan Žamburek 3. Gelbe Karte
55"
3:0
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 22. Tor
59"
3:1
Tor (Schuss) Kasper Dolberg 10. Tor
67"
3:2
Tor (Schuss) Kasper Dolberg 11. Tor
72"
3:3
Tor (Schuss) Mika Godts 11. Tor
85"
4:3
Tor (Schuss) Jeff Reine-Adélaïde 13. Tor
88"
5:3
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 23. Tor
91"
6:3
Tor (Schuss) Mario Engels 10. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Dirk große Schlarmann: Rokko, ich versuche das mal vorsichtig einzuordnen – 6:3 gegen Ajax, nach 3:0-Führung zwischenzeitlich 3:3… das klingt nach einem Spiel, bei dem man danach erstmal ein paar Minuten braucht, um das Ganze zu sortieren. Wie ging’s dir direkt nach Abpfiff?

Rokko: Genau so, wie du es beschreibst. Du stehst da, schaust auf die Anzeigetafel und denkst dir: „Was ist hier eigentlich gerade passiert?“ Es war ein Spiel mit extrem vielen Phasen, mit sehr unterschiedlichen Momenten und Momentum. Natürlich überwiegt am Ende die Freude, weil wir das Spiel gewinnen. Aber es ist auch eines dieser Spiele, wo du genau weißt: Da war nicht alles perfekt, auch wenn das Ergebnis erstmal sehr gut aussieht.

Dirk große Schlarmann: Lass uns vorne anfangen. Ajax kommt mit einer starken Serie, nur eine Niederlage, sehr konstant. Wie bist du dieses Spiel angegangen?

Rokko: Mit sehr viel Respekt, ganz ehrlich. Ajax ist aktuell eine der konstantesten Mannschaften, die es in der Liga gibt. Die wissen genau, was sie tun, sind spielerisch extrem gut, haben Tempo, haben Qualität in allen Mannschaftsteilen. Da gehst du nicht rein und denkst: „Das wird schon irgendwie.“ Wir wussten, dass wir einen richtig guten Tag brauchen – und den hatten wir in der Anfangsphase auch.

Dirk große Schlarmann: Und wie! 3:0 - völlig souverän, dazu noch weitere große Chancen. War das so der Matchplan, oder hat sich das einfach ergeben?

Rokko: Ich glaube, das ist eine Mischung aus beidem. Wir wollten mutig sein, wir wollten früh nach vorne spielen und Ajax nicht ins Rollen kommen lassen. Und das hat in der Anfangsphase wirklich hervorragend funktioniert. Wir waren griffig, haben die Räume gut bespielt und waren auch im Abschluss da. Wenn du dann 3:0 führst und sogar noch Chancen auf das 4:0 oder 5:0 hast, dann denkst du dir erstmal: „Okay, das läuft heute.“

Dirk große Schlarmann: Aber genau da kommt ja dieser kleine Haken rein – du sagst selbst, ihr hättet höher führen müssen.

Rokko: Ja, und das ist der Punkt, der mich ein kleines bisschen ärgert, trotz des Sieges. Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Und gegen so eine Mannschaft wie Ajax musst du diese Chancen nutzen. Das ist keine Kritik an den Jungs, sondern eher eine Einordnung. Auf diesem Niveau werden solche Dinge bestraft – und genau das ist dann ja auch passiert.

Dirk große Schlarmann: Ajax kommt zurück, macht das 3:1, 3:2 und plötzlich steht es 3:3. Wie hast du diese Phase erlebt?

Rokko: Das war schon beeindruckend, muss ich sagen. Ajax hat da gezeigt, warum sie so eine starke Saison spielen. Die haben das Spiel plötzlich beschleunigt, haben die Räume anders genutzt, waren viel direkter. Und wir hatten in dieser Phase ein paar Probleme, Zugriff zu bekommen. Dann fallen die Tore relativ schnell, und du merkst, wie das Momentum komplett kippt.

Dirk große Schlarmann: Ist das so ein Moment, wo man an der Seitenlinie denkt: „Das darf jetzt hier nicht komplett kippen“?

Rokko: Absolut. Du spürst das ja. Das Stadion wird lauter, der Gegner wird stärker, und du bist plötzlich nicht mehr so klar in deinen Aktionen. Das ist dann auch eine mentale Geschichte. Du führst 3:0, fühlst dich eigentlich sicher – und plötzlich steht es 3:3. Das musst du erstmal verarbeiten.

Dirk große Schlarmann: Und trotzdem gewinnt ihr das Spiel am Ende mit 6:3. Wie schafft man es, nach so einem Rückschlag nochmal zurückzukommen?

Rokko: Das spricht für die Mannschaft, ganz klar. Wir haben uns nicht komplett aus der Ruhe bringen lassen. Klar, es war eine schwierige Phase, aber wir haben weiter an uns geglaubt. Und wir hatten dann auch wieder bessere Momente im Spiel, haben wieder mehr Kontrolle bekommen und waren vorne wieder gefährlich.

Dirk große Schlarmann: Würdest du sagen, dass diese Anfangsphase am Ende den Unterschied gemacht hat?

Rokko: Über 90 Minuten gesehen, ja. Ich glaube, ohne diese starke Anfangsphase wird es extrem schwer, dieses Spiel zu gewinnen. Ajax war über weite Strecken sehr gut, gerade in dieser Phase nach dem 3:0. Aber wir haben uns diesen kleinen Puffer erarbeitet – und der hat uns am Ende geholfen.

Dirk große Schlarmann: Wie ordnest du diesen Sieg ein, gerade im Hinblick auf eure bisherige Saison?

Rokko: Es ist ein wichtiger Sieg, keine Frage. Aber auch hier gilt: Wir dürfen das nicht überbewerten. Wir haben jetzt eine Phase, in der vieles gut läuft, aber wir wissen auch, dass noch einige richtig schwere Spiele vor uns liegen. Die großen Brocken kommen noch, und da werden wir nochmal anders gefordert sein.

Dirk große Schlarmann: Trotzdem – Ajax schlägt man nicht mal eben so. Gibt dir das ein besonderes Gefühl?

Rokko: Natürlich freust du dich darüber, das wäre ja auch komisch, wenn nicht. Aber ich versuche, das immer ein bisschen realistisch einzuordnen. Es war heute ein gutes Spiel von uns, mit einer sehr starken Anfangsphase. Aber wir haben auch gesehen, wo wir Probleme bekommen können. Und genau daran müssen wir weiter arbeiten.

Dirk große Schlarmann: Ein paar Worte zum Trainerkollegen?

Rokko: Sehr gerne. Ich habe großen Respekt vor ihm und seiner Arbeit. Wie seine Mannschaft heute zurückgekommen ist, das war schon stark. Viele Teams brechen nach einem 0:3 vielleicht auseinander – Ajax hat genau das Gegenteil gemacht. Das zeigt die Qualität und die Mentalität. Ich wünsche ihm auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg.

Dirk große Schlarmann: Wenn du das Spiel jetzt mit ein bisschen Abstand betrachtest – überwiegt die Freude oder der Gedanke an die verpassten Chancen?

Rokko: Die Freude, ganz klar. Am Ende zählen die drei Punkte. Aber ich bin jemand, der auch immer auf die Details schaut. Und da gibt es Dinge, die wir besser machen können. Gerade was die Chancenverwertung und gewisse Phasen im Spiel angeht. Das gehört einfach dazu.

Dirk große Schlarmann: Du wirkst sehr ruhig trotz dieses wilden Spiels.

Rokko: (lacht) Ja, das ist vielleicht auch ein Stück weit Erfahrung. Im Fußballbereich habe ich gefühlt schon alles erleben dürfen. Heute gewinnst du 6:3 gegen Ajax, im nächsten Spiel kann es wieder ganz anders aussehen. Deshalb bleibe ich da bewusst ruhig.

Dirk große Schlarmann: Abschließend – ist das so ein Spiel, das man einfach genießt, oder geht der Blick direkt weiter?

Rokko: Beides. Heute darf man sich freuen, das ist völlig in Ordnung. Die Jungs haben viel investiert, haben sich diesen Sieg verdient. Aber morgen geht der Blick wieder nach vorne. Es bringt nichts, zu lange stehenzubleiben. Wir haben noch viel vor uns.

Dirk große Schlarmann: Rokko, vielen Dank für das Gespräch.

Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
1
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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