Spielinfo

Credit Suisse Super League, 2 Spieltag, 27.01.2026 22:14:23

Ereignisse

13"
0:1
Tor (Schuss) Ethan Meichtry 12. Tor
22"
1:1
Tor (Schuss) Xherdan Shaqiri 24. Tor
38"
Gelb Marco Bürki 1. Gelbe Karte
45"
1:2
Tor (Schuss) Brighton Labeau 34. Tor
68"
1:3
Tor (Schuss) Mattias Käit 12. Tor
73"
Gelb Jonas Adjetey 2. Gelbe Karte
77"
Gelb Flavius Daniliuc 1. Gelbe Karte
84"
1:4
Tor (Schuss) Layton Stewart 1. Tor
89"
1:5
Tor (Schuss) Layton Stewart 2. Tor
92"
1:6
Tor (Schuss) Kastriot Imeri 14. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Esther Sedlaczek: Rokko, 6:1 auswärts beim FC Basel, ein gelungener Abend. Wenn man dich jetzt hier stehen sieht, hat man aber nicht das Gefühl, dass du komplett euphorisch bist. Wie ordnest du diesen Abend ein?

Rokko: Euphorisch wäre auch falsch. Ich freue mich über den Sieg, keine Frage. Ein 6:1 in Basel nimmst du immer mit, egal wie die Umstände sind. Aber das Spiel war lange nicht so klar, wie es das Ergebnis am Ende vermuten lässt. Und genau deshalb bleibe ich da auch ein bisschen auf dem Boden. Wir haben heute vieles gut gemacht, vor allem defensiv im Vergleich zum letzten Spiel. Aber es gab diesen einen Moment, der alles hätte kippen können.

Esther Sedlaczek: Du sprichst den Elfmeter beim Stand von 1:1 an.

Rokko: Genau. Wenn der reingeht, dann reden wir hier über ein komplett anderes Spiel. Basel ist dann voll da, das Stadion ist da, die Dynamik ist eine ganz andere. Und dann musst du erstmal schauen, ob du hier überhaupt noch Ruhe reinbekommst. Dass Steffen den hält, das ist überragend. Wirklich. Das ist ein Keeper-Moment, der Spiele entscheidet. Und ich glaube, das darf man auch ganz offen so sagen: Dieser gehaltene Elfmeter war ein absoluter Knackpunkt.

Esther Sedlaczek: Man hatte danach das Gefühl, dass das Spiel kippt.

Rokko: Ja, total. Du merkst richtig, wie sich etwas löst. Bei uns kommt Sicherheit rein, bei Basel kommt so ein kleiner Knacks rein. Und dann machen wir kurz vor der Pause das 2:1, was natürlich Gold wert ist. Mit einer Führung in die Kabine zu gehen, fühlt sich einfach anders an. Das gibt dir Luft, das gibt dir Klarheit. Und in der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr, sehr effizient.

Esther Sedlaczek: Lass uns über die Defensive sprechen. Du hast es angesprochen, da war heute ein klarer Schritt nach vorne zu sehen.

Rokko: Ja, definitiv. Und das war auch nötig. Wir haben in den letzten Spielen zu viele Gegentore bekommen, zu viele einfache Situationen schlecht verteidigt. Heute waren wir kompakter, klarer in den Abläufen, besser in den Abständen. Basel hatte natürlich trotzdem Qualität, gerade mit Shaqiri, das ist logisch. Aber wir haben insgesamt wenig zugelassen. Und das war mir extrem wichtig. Du kannst nicht jedes Spiel sechs Tore schießen, um zu gewinnen. Das wissen wir alle.

Esther Sedlaczek: Offensiv wart ihr dann extrem konsequent.

Rokko: Ja, und das ist dann die andere Seite der Medaille. Wir hatten heute nicht unendlich viele Chancen, aber wir haben sie genutzt. Und das ist genau das, was uns zuletzt manchmal gefehlt hat. Ethan macht früh das 1:0, Brighton wieder eiskalt, Käit mit einem richtig starken Auftritt, und dann bringen die Jungs von der Bank nochmal brutal Energie rein. Layton kommt rein, macht zwei Buden, Kastriot setzt den Schlusspunkt. Das ist dann natürlich ein Traum-Szenario als Trainer.

Esther Sedlaczek: Gerade die Joker haben heute gestochen.

Rokko: Absolut. Und das freut mich fast am meisten. Weil das zeigt, dass wir nicht nur eine gute Startelf haben, sondern dass der Kader lebt. Dass jeder bereit ist. Layton ist dafür ein super Beispiel. Er kommt rein, ist sofort da, ist gierig, ist klar. Genau so muss das sein. Und Kastriot am Ende, das tut ihm auch gut. Der arbeitet brutal viel, bekommt nicht immer den Glanz, den er verdient, aber heute belohnt er sich.

Esther Sedlaczek: Trotz des klaren Ergebnisses sagst du, dass es kein Selbstläufer war. Wie wichtig ist es dir, das auch so klar zu benennen?

Rokko: Sehr wichtig. Weil ich keine Lust habe, dass wir uns blenden lassen. Wenn wir hier stehen und sagen, wir haben Basel an die Wand gespielt, dann belügen wir uns selbst. Wir waren besser, ja. Wir waren effizienter, ja. Aber dieses Spiel hat auch ganz andere Wege nehmen können. Und genau das müssen wir mitnehmen. Nicht die sechs Tore, sondern die Erkenntnisse.

Esther Sedlaczek: Wie hast du den FC Basel heute erlebt?

Rokko: Als gefährlich, als unbequem, als Team mit Qualität. Auch wenn es am Ende deutlich aussieht, das war kein schlechter Auftritt von Basel über 90 Minuten. Sie hatten ihre Phase, sie hatten ihre Chancen. Und sie sind eine Mannschaft, die dir immer weh tun kann. Gerade hier zuhause. Deshalb habe ich auch Respekt vor dem, was Stephan da macht.

Esther Sedlaczek: Bleiben wir beim Trainerkollegen. Wie war es für dich, wieder gegen Stephan1907 zu spielen?

Rokko: Wie immer sehr angenehm. Das sage ich nicht, um nett zu sein, sondern weil es so ist. Stephan ist ein fairer Sportsmann, jemand, mit dem man gerne spielt, gerne redet. Klar, heute lief es sportlich klar gegen ihn, aber ich bin mir sicher, dass er da seinen Weg geht. Basel wird wieder kommen.

Esther Sedlaczek: Was nimmst du persönlich aus diesem Spiel mit?

Rokko: Erleichterung, würde ich sagen. Nicht, weil wir etwas gutzumachen hatten, sondern weil wir gezeigt haben, dass wir reagieren können. Dass wir lernen. Dass wir Dinge ansprechen und dann auch besser machen. Die Defensive war heute stabiler, wir waren reifer im Spiel, ruhiger in den Phasen, in denen es hätte kippen können. Das tut gut.

Esther Sedlaczek: Wie wichtig war dieser Sieg auch mental?

Rokko: Sehr wichtig. Siege geben Selbstvertrauen, das ist einfach so. Gerade nach den letzten Wochen, in denen es mal rauf und mal runter ging. So ein Spiel hilft dir, wieder ein bisschen Klarheit zu bekommen. Aber ich sage auch ganz klar: Das ist kein Freifahrtschein. Wir müssen genau so weitermachen, sonst bringt dir dieses Spiel gar nichts.

Esther Sedlaczek: Abschließend: Worauf legst du jetzt den Fokus?

Rokko: Auf Stabilität. Auf Konstanz. Ich will nicht alle zwei Spiele sagen müssen, dass wir wieder etwas besser oder wieder etwas schlechter waren. Ich will, dass wir eine Basis haben, auf die wir uns verlassen können. Defensiv, aber auch im Kopf. Heute war ein guter Schritt. Nicht mehr, nicht weniger.

Esther Sedlaczek: Rokko, danke dir für deine ehrlichen Worte.

Rokko: Danke dir, Esther.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
2
Gelbe Karten
1
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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