Spielinfo

Credit Suisse Super League, 13 Spieltag, 27.01.2026 21:52:51

Ereignisse

10"
1:0
Tor (Schuss) Kastriot Imeri 13. Tor
25"
2:0
Tor (Schuss) Leonardo Bertone 10. Tor
38"
Gelb Genís 1. Gelbe Karte
49"
3:0
Tor (Schuss) Mattias Käit 11. Tor
66"
4:0
Tor (Schuss) Brighton Labeau 31. Tor
74"
4:1
Tor (Schuss) Dion Kacuri 1. Tor
79"
5:1
Tor (Schuss) Brighton Labeau 32. Tor
84"
Gelb Metinho 2. Gelbe Karte
85"
6:1
Tor (Schuss) Brighton Labeau 33. Tor
87"
6:2
Tor (Schuss) Xherdan Shaqiri 23. Tor
90"
6:3
Tor (Schuss) Jeremy Agbonifo 3. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Esther Sedlaczek: Rokko, 6:3 gegen den glorreichen und großen FC Basel. Erstmal ganz simpel gefragt: Wie fühlt sich so ein Abend für dich an, vor allem nach dem Nackenschlag in der Champions League?

Rokko: Es fühlt sich extrem gut an. Genau so ein Spiel hast du nach dieser Niederlage gebraucht. Gegen Häcken tut das richtig weh, das hängt dir ein paar Tage im Kopf. Und dann kommt mit Basel nicht irgendwer, sondern ein großer Name, ein Topklub, stark gecoacht von Stephan. Dass wir dann so auftreten, so dominant, so entschlossen – das tut einfach der Seele gut. Für die Mannschaft, für mich, für den ganzen Verein.

Esther Sedlaczek: Man hatte von der ersten Minute an das Gefühl, dass ihr heute unbedingt eine Antwort geben wolltet.

Rokko: Absolut. Das war auch unser klarer Plan. Wir wollten von Beginn an zeigen: Wir sind da, wir sind wach, wir haben aus der letzten Partie gelernt. Und das hast du direkt gemerkt. Wir kommen gut rein, spielen mutig nach vorne, sind aggressiv gegen den Ball und gleichzeitig sauber im Aufbau. Das frühe 1:0 gibt uns natürlich Rückenwind, aber auch danach sind wir nicht passiv geworden. Das war mir wichtig.

Esther Sedlaczek: Das 2:0 durch Bertone, dann das 3:0 nach der Pause – es lief vieles in eure Richtung.

Rokko: Ja, und genau das war der Unterschied zu manchen anderen Spielen. Wir haben nicht aufgehört, Fußball zu spielen. Wir haben nicht angefangen zu verwalten. Gerade nach dem 2:0 habe ich gesehen, dass die Jungs mehr wollten. Dass sie Basel nicht ins Spiel kommen lassen wollten. Und defensiv – das muss man auch mal sagen – war das über weite Strecken wirklich gut. Sehr konzentriert, sehr diszipliniert.

Esther Sedlaczek: Das betonst du bewusst, oder?

Rokko: Total. Wir haben oft über unsere Offensive gesprochen, über Tore, über Spektakel. Aber heute war das Fundament die Arbeit gegen den Ball. Basel hat enorme Qualität, individuell wie mannschaftlich. Wenn du da nicht geschlossen verteidigst, wenn du nicht bereit bist, Wege zu gehen, dann bekommst du Probleme. Und bis zur 70. Minute war das wirklich stark.

Esther Sedlaczek: Dann wird es nochmal wild hinten raus. Drei Gegentore – ärgert dich das trotz des klaren Sieges?

Rokko: Natürlich ärgert mich das ein Stück weit. Das wäre gelogen, wenn ich das verneinen würde. Als Trainer schaust du immer auch auf die Details. Wir führen 6:1, haben das Spiel komplett unter Kontrolle , kassieren das erste Gegentor aus der Ferne, weil der Gegner nicht durchkam – und dann kassierst du nochmal Gegentore. Das ist nicht ideal. Aber heute, ganz ehrlich, darf man auch mal sagen: Es ist okay. Heute zählt das große Bild.

Esther Sedlaczek: Das große Bild heißt?

Rokko: Wiedergutmachung. Reaktion zeigen. Mental stark sein. Nach so einem Champions-League-Spiel kann eine Mannschaft auseinanderfallen oder sie kann zusammenrücken. Und wir haben uns für Letzteres entschieden. Das macht mich stolz. Dass dann am Ende trotzdem drei Gegentore auf der Tafel stehen, ist ein Punkt, den wir ansprechen werden – aber er schmälert diesen Abend nicht.

Esther Sedlaczek: Brighton Labeau mit drei Treffern, insgesamt wieder ein offensives Ausrufezeichen. Wie wichtig ist er aktuell für euch?

Rokko: Er ist wirklich enorm wichtig. Brighton ist gerade in einer Phase, in der ihm fast alles gelingt. Aber was mir noch wichtiger ist: Er arbeitet auch für die Mannschaft. Er ist nicht nur derjenige, der vorne die Dinger reinmacht, sondern er ist auch gegen den Ball präsent, läuft Wege, bindet Gegenspieler. Solche Spieler brauchst du, wenn du oben dranbleiben willst.

Esther Sedlaczek: Du hast vorhin Stephan1907 angesprochen. Wie ordnest du Basel heute ein?

Rokko: Basel bleibt Basel. Auch wenn das Ergebnis etwas anderes suggeriert: Das ist eine Mannschaft mit riesiger Qualität. Sie haben nie aufgegeben, sie haben bis zum Schluss gespielt. Und auch Stephan ist jemand, den ich sehr schätze. Absolut fair, sehr respektvoll - die Spiele sind immer spannend und man weiß nie was einen erwartet. Wir hatten schon so einige Partien, wo er eigentlich besser war und als Sieger vom Platz gehen muss... der Knoten wir platzen, doch wir versuchen das Spiel für Spiel zu verhindern! Wir haben uns vor und nach dem Spiel ausgetauscht – so sollte Fußball sein. Konkurrenz auf dem Platz, Respekt daneben.

Esther Sedlaczek: Hat dich überrascht, dass Basel defensiv so anfällig war?

Rokko: Ein Stück weit ja. Aber ich glaube, das lag auch an uns. Wir haben sie immer wieder vor Probleme gestellt, mit Tempo, mit Tiefenläufen, mit schnellen Entscheidungen. Wenn du eine Mannschaft permanent unter Druck setzt, dann passieren Fehler - das ist normal! Ich meine wir wissen wovon wir reden, kassieren ja selbst am laufenden Band Gegentore.

Esther Sedlaczek: Wie wichtig ist dieser Sieg für die Tabelle und den weiteren Saisonverlauf?

Rokko: Sehr wichtig. Nicht nur wegen der Punkte, sondern wegen der Signalwirkung. Wir bleiben oben dran, wir zeigen, dass wir da sind. Und wir zeigen auch uns selbst, dass wir nach Rückschlägen reagieren können. Das ist vielleicht der wichtigste Aspekt. National passt vieles, da sind wir zufrieden. International würden wir uns natürlich wünschen, mit etwas Zählbarem dazustehen – gerade weil wir wissen, dass gegen Gegner wie Häcken, Newcastle oder auch Real Sociedad mehr drin war. Aber genau deshalb sind solche Abende wichtig.

Esther Sedlaczek: Also ein Spiel, das mehr ist als nur drei Punkte?

Rokko: Ganz genau. Das ist ein Spiel für den Kopf. Für das Selbstvertrauen. Für den Glauben an die eigene Arbeit. Und das kannst du nicht hoch genug bewerten. Gerade in einer Saison, die intensiv ist, mit vielen Spielen, vielen Emotionen. Du brauchst solche Abende, an denen du merkst: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Esther Sedlaczek: Was nimmst du konkret mit in die kommenden Aufgaben?

Rokko: Die Erkenntnis, dass wir, wenn wir fokussiert sind, sehr viel Qualität auf den Platz bringen können. Aber auch die Erinnerung daran, dass wir nie nachlassen dürfen – egal wie es steht. Das ist der nächste Schritt in unserer Entwicklung. Wenn wir das verinnerlichen, dann können wir noch einiges erreichen.

Esther Sedlaczek: Rokko, danke für deine Zeit und Glückwunsch zu diesem wichtigen Sieg.

Rokko: Danke dir, Esther.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
1
Gelbe Karten
1
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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