Spielinfo

Eredivisie, 34 Spieltag, 08.05.2026 23:30:11

Ereignisse

4"
0:1
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 28. Tor
7"
0:2
Tor (Schuss) Bryan Limbombe 9. Tor
16"
1:2
Tor (Schuss) Danilo 11. Tor
21"
1:3
Tor (Schuss) Jeff Reine-Adélaïde 14. Tor
28"
2:3
Tor (Schuss) Danilo 12. Tor
32"
2:4
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 29. Tor
36"
2:5
Tor (Schuss) Jeff Reine-Adélaïde 15. Tor
43"
2:6
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 30. Tor
71"
2:7
Tor (Schuss) Lequincio Zeefuik 31. Tor
78"
2:8
Tor (Schuss) Jeff Reine-Adélaïde 16. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Dirk große Schlarmann: Rokko, ganz ehrlich – bei einem 8:2 denkt man ja erstmal automatisch an eine komplette Machtdemonstration. Aber wenn man dich so erlebt direkt nach dem Spiel, dann wirkst du fast so, als würdest du das Ergebnis ein bisschen einbremsen wollen.

Rokko: Ja, weil ich finde, dass man solche Spiele immer, gscheit wie man im Schwabenland sagen würde, einordnen muss. Natürlich freuen wir uns über das Ergebnis, das wäre ja Quatsch, wenn nicht. Acht Tore auswärts schießt du nicht mal eben so. Aber ich glaube schon, dass NEC deutlich besser gespielt hat, als dieses Resultat am Ende aussagt. Das ist mir wichtig zu betonen. Das war keine Mannschaft, die hier komplett auseinandergefallen ist oder gar nichts angeboten hat. Im Gegenteil. Sie hatten gute Phasen, sie hatten gute Ballbesitzmomente und auch Situationen, in denen sie uns durchaus vor Probleme gestellt haben.

Dirk große Schlarmann: Trotzdem gewinnt ihr am Ende deutlich. Das passiert ja nicht zufällig.

Rokko: Nein, natürlich nicht. Wir haben offensiv schon ein gutes Spiel gemacht. Vor allem waren wir extrem effizient. Und manchmal entwickelt so ein Spiel dann eben auch eine Eigendynamik. Du machst aus wenigen Chancen relativ viele Tore, der Gegner investiert viel und belohnt sich nicht immer – und plötzlich steht da so ein Ergebnis auf der Tafel, bei dem man denkt, das wäre eine komplett einseitige Geschichte gewesen. Das war es aus meiner Sicht aber nicht über die kompletten 90 Minuten.

Dirk große Schlarmann: Was ich spannend finde: Bei euch hat man aktuell das Gefühl, dass offensiv wirklich jeder funktionieren kann. Aber heute sprechen plötzlich alle über Zeefuik. Und zwar nicht nur wegen der Tore, sondern auch wegen der Art der Tore.

Rokko: Ja, absolut. Und ich freue mich brutal für ihn. Wirklich. Weil wir intern natürlich auch immer mal wieder darüber gesprochen haben. Wenn du über zwei Meter groß bist, dann erwarten automatisch alle, dass du jede zweite Flanke per Kopf verwandelst. So einfach ist Fußball natürlich nicht. Aber klar, das war schon ein Thema. Und heute ist da vielleicht wirklich ein kleiner Knoten geplatzt.

Dirk große Schlarmann: Du grinst direkt, wenn du darüber sprichst.

Rokko: (lacht) Ja, weil wir ihn damit natürlich auch manchmal ein bisschen aufgezogen haben intern. Das gehört ja dazu. Wenn da so ein Hüne vorne rumläuft und dann gefühlt jeder zweite Ball knapp drübergeht, dann kommen natürlich mal Sprüche. Aber heute hat er das richtig gut gemacht. Nicht nur die Tore selbst, sondern vor allem das Timing, die Bewegung im Strafraum. Das war einfach stark.

Dirk große Schlarmann: Ist das etwas, woran ihr konkret gearbeitet habt?

Rokko: Ja, definitiv. Wir haben viel darüber gesprochen, wie er seine Größe noch besser einsetzen kann. Aber nicht nur er alleine – auch unsere Außenspieler, die Flankenqualität, die Laufwege drumherum. Das gehört ja alles zusammen. Und heute hat man gesehen, was passieren kann, wenn das ineinandergreift.

Dirk große Schlarmann: Man merkt schon, dass du dich fast mehr über diese Entwicklung freust als über das Ergebnis selbst.

Rokko: Ja, weil solche Dinge langfristig wichtig sind. Ergebnisse sind schön, klar. Aber mich freut vor allem, wenn Spieler sich entwickeln. Wenn du merkst, dass Arbeit auf dem Trainingsplatz irgendwann sichtbar wird. Das sind eigentlich die schönsten Momente als Trainer.

Dirk große Schlarmann: Jetzt seid ihr ja sowieso schon seit Wochen in einer richtig starken Phase. Wie sehr genießt man das aktuell?

Rokko: Natürlich genießt man das. Alles andere wäre gelogen. Wenn du Spiele gewinnst und die Jungs mit Spaß Fußball spielen, dann macht das einfach Freude. Aber gleichzeitig versuchen wir schon, relativ ruhig zu bleiben. Gerade im Fußball geht es oft sehr schnell. Vor ein paar Wochen wird noch alles gefeiert, zwei Wochen später wird plötzlich alles hinterfragt. Deshalb versuchen wir, eine gewisse Balance zu halten.

Dirk große Schlarmann: Trotzdem entsteht doch automatisch Euphorie. Gerade bei den Fans.

Rokko: Ja, und das ist ja auch schön. Die Fans dürfen träumen, die sollen sich freuen. Dafür spielt man Fußball. Und wir merken natürlich auch, dass da aktuell viel positive Energie rund um den Verein ist. Aber intern bleiben wir schon bewusst etwas nüchterner.

Dirk große Schlarmann: Du klingst fast schon wie jemand, der sich dagegen wehrt, zu euphorisch zu werden.

Rokko: Nee, gar nicht. Euphorie gehört dazu. Aber ich glaube einfach, dass Demut im Fußball extrem wichtig ist. Wir wissen schon, wo wir herkommen und wie hart wir für diese Entwicklung gearbeitet haben. Und wir wissen auch, dass noch richtig schwierige Spiele kommen werden.

Dirk große Schlarmann: Ist das vielleicht gerade der spannendste Punkt? Dass ihr zwar Ergebnisse liefert, aber trotzdem das Gefühl habt, noch nicht am Ende zu sein?

Rokko: Ja, absolut. Und das ist auch das, was mich optimistisch macht. Ich glaube nicht, dass wir schon unser Maximum erreicht haben. Da sind noch viele Dinge, die besser werden können. Und genau das versuchen wir den Jungs auch zu vermitteln. Nicht zufrieden zurücklehnen, sondern weiterarbeiten.

Dirk große Schlarmann: Wenn man euch aktuell spielen sieht, hat man schon das Gefühl, dass die Mannschaft enorm viel Vertrauen in sich selbst hat.

Rokko: Ja, das Selbstvertrauen ist definitiv da. Das kommt automatisch mit Ergebnissen. Aber Selbstvertrauen ist eben auch etwas Fragiles. Deshalb musst du aufpassen, dass daraus keine Selbstzufriedenheit wird. Das ist ein schmaler Grat.

Dirk große Schlarmann: Was gefällt dir aktuell besonders an deiner Mannschaft? Und jetzt sag bitte nicht wieder nur „der Zusammenhalt“. Das hast du mir die letzten Wochen ungefähr zwölfmal gesagt.

Rokko: (lacht) Ja gut, dann sag ich heute mal etwas anderes. Mir gefällt aktuell die Ruhe, die wir am Ball haben. Gerade in hektischen Phasen bleiben wir oft erstaunlich klar. Das war vor einiger Zeit noch anders. Da wurden wir schneller wild oder ungeduldig. Jetzt haben wir häufiger diese Momente, in denen wir das Spiel wieder beruhigen können. Und, was mir auch gefällt, dass wir wenn es brenzlig wird auch den Ball einfach mal rauspöhlen. Das ist ein guter Entwicklungsschritt.

Dirk große Schlarmann: Klingt fast ein bisschen nach einer reiferen Mannschaft.

Rokko: Ja, vielleicht schon. Wobei ich trotzdem finde, dass wir noch viel lernen müssen. Gerade solche Spiele wie heute dürfen dich nicht blenden. Denn wie gesagt: NEC war besser, als das Ergebnis vermuten lässt.

Dirk große Schlarmann: Letzte Frage: Ist das aktuell einfach eine Phase, in der bei euch vieles zusammenläuft?

Rokko: Ja, wahrscheinlich schon. Und solche Phasen musst du genießen, solange sie da sind. Aber gleichzeitig musst du weiter investieren. Denn sobald du glaubst, es läuft jetzt von alleine, bekommst du im Fußball sehr schnell die Quittung.

Dirk große Schlarmann: Rokko, danke dir für das Gespräch.

Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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