Credit Suisse Super League, 19 Spieltag, 25.02.2026 20:36:02
Reporter: Rokko, 6:0 zuhause gegen Servette – das klingt nach einem perfekten Fußballabend. War es einer?
Rokko: Oft muss ich bei dieser Frage sagen, nein, ganz und gar nicht. Aber heute war es wirklich sehr nah dran. Wenn du nach drei Minuten schon 1:0 führst, spürst du natürlich sofort, dass heute etwas gehen kann. Brighton macht das früh, und das gibt dir direkt dieses Selbstverständnis. Aber ganz ehrlich: Dass es am Ende 6:0 wird, damit habe ich selbst nicht gerechnet.
Reporter: Der Start war also der Schlüssel?
Rokko: Absolut. Das 1:0 in der dritten Minute war ein Wegbereiter. Wir haben da genau an die zweite Halbzeit aus dem letzten Spiel angeknüpft. Hoher Druck, klare Laufwege, mutig nach vorne. Und Servette war gefühlt noch gar nicht richtig auf dem Platz, da klingelt es schon. So ein früher Treffer verändert natürlich alles.
Reporter: Trotzdem war Servette im Hinspiel noch brandgefährlich – diesmal kam fast gar nichts.
Rokko: Ja, und das hat mich ehrlich gesagt gewundert. Nicht, weil ich ihnen die Qualität abspreche – im Gegenteil! Wir haben ja erst kürzlich gesehen, was sie können. In der ersten Halbzeit des letzten Spiels hatten sie uns komplett im Griff. Aber heute… ich weiß nicht, es wirkte, als hätten sie diesen Knick aus dem letzten Duell nicht ganz rausbekommen. Sie wollten, das hat man gesehen. Auch der Trainerkollege hat von außen alles reingeworfen. Aber manchmal läuft es einfach nicht.
Reporter: Nach dem 1:0 ging es ja Schlag auf Schlag.
Rokko: Genau. Das 2:0 durch Käit war wunderschön herausgespielt. Da hast du gesehen, wie sicher wir aktuell im Kombinationsspiel sind. Und als Brighton dann in der 24. Minute das 3:0 macht, war das Ding eigentlich schon auf unsere Seite gekippt. Spätestens beim 4:0 durch Ethan drei Minuten später war klar: Heute geht hier nichts mehr für Servette.
Reporter: Fünf Tore in 35 Minuten – da habt ihr euch in einen Rausch gespielt.
Rokko: Ja, das kann man so sagen. Wir hatten diese Spielfreude, Leichtigkeit und Klarheit in den Aktionen. Brighton mit seinem dritten Tor vor der Pause – er war einfach brutal effizient. Wenn er in dieser Form ist, ist er kaum zu stoppen. Und Ethan? Der knüpft nahtlos an sein Monster-Spiel zuvor an. Es ist schön zu sehen, wie sich die Jungs aktuell belohnen.
Reporter: Gab es in der Halbzeit überhaupt noch etwas zu sagen?
Rokko: Natürlich. Ich habe gesagt: Genau so weitermachen. Nicht nachlassen. Nicht denken, das Ding ist durch. Wir kennen den Fußball. Aber ich habe auch gemerkt, dass die Jungs heute extrem fokussiert waren. Da war keine Spur von Überheblichkeit.
Reporter: In der zweiten Halbzeit dann das 6:0 durch Ibayi.
Rokko: Und das hat mich besonders gefreut! Sein erstes Tor diese Saison. Er hat es als Einwechselspieler nicht immer ganz leicht, aber heute konnte er sich endlich für seine harte Arbeit im Training belohnen. Das sind diese Momente, die du als Trainer liebst. Du führst komfortabel, bringst frische Kräfte – und einer belohnt sich direkt. Das zeigt, wie breit wir aktuell aufgestellt sind.
Reporter: Defensiv war es ebenfalls ein Statement – wieder zu null.
Rokko: Ja, und das ist mir fast genauso wichtig wie die sechs Tore. Wir waren konzentriert, haben wenig zugelassen. Klar, Servette hatte ein, zwei Abschlüsse, aber insgesamt war das sehr souverän verteidigt. Und wenn doch mal etwas durchkam, war unser Keeper da. So stellst du dir das vor.
Reporter: Würdest du sagen, das war die bisher beste Saisonphase?
Rokko: Weiß ich jetzt nicht, aber was ich schon sagen würde – wir haben hier heute eines unserer besten Spiele gemacht. Wir sind derzeit stabil, wir holen Punkte, wir spielen attraktiven Fußball. Aber ich warne auch davor, jetzt abzuheben. Fußball ist brutal schnelllebig. Heute feiern dich alle, morgen stehst du wieder unter Druck. Wir bleiben demütig.
Reporter: Nächstes Spiel wieder gegen denselben Trainerkollegen – was erwartest du?
Rokko: Ich erwarte eine Reaktion. Und ich freue mich drauf! Ich schätze ihn sehr, wir haben immer intensive Duelle. Ich glaube nicht, dass sie sich noch einmal so präsentieren werden. Das wird ein ganz anderes Spiel. Und genau das macht es spannend.
Reporter: Insgesamt wirkt es, als würdet ihr aktuell mit breiter Brust auftreten.
Rokko: Ja, das Selbstvertrauen ist da. Aber es ist ein gesundes Selbstvertrauen. Wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen auch, dass wir uns jeden Punkt hart erarbeiten mussten. Wenn wir am Ende wirklich auf Platz zwei landen sollten – ich sage es dir ganz ehrlich – dann platze ich vor Stolz. Das wäre überragend.
Reporter: Ist das das Ziel?
Rokko: Wir schauen von Spiel zu Spiel. Aber natürlich träumt man. Und man darf auch träumen, wenn man so arbeitet wie die Jungs aktuell. Platz zwei wäre ein Riesenerfolg. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel.
Reporter: Dein Fazit zu diesem Spiel?
Rokko: Eine dominante Vorstellung von der ersten Minute an. Früh die Weichen gestellt, nicht nachgelassen, defensiv stabil geblieben. Servette wollte, aber wir haben ihnen heute den Zahn gezogen. Verdienter Sieg, wichtige drei Punkte – und jetzt freuen wir uns auf das nächste Kapitel dieses Duells.
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