Spielinfo

PKO Bank Polski Ekstraklasa, 26 Spieltag, 05.02.2026 15:56:02

Ereignisse

15"
0:1
Tor (Schuss) Dalmau 17. Tor
21"
0:2
Tor (Schuss) Michal Chrapek 5. Tor
38"
1:2
Tor (Schuss) Ermal Krasniqi 12. Tor
49"
1:3
Tor (Schuss) Leandro Sanca 13. Tor
59"
1:4
Tor (Schuss) Dalmau 18. Tor
65"
2:4
Tor (Schuss) Patryk Kun 5. Tor
84"
3:4
Tor (Schuss) Bartosz Kapustka 11. Tor

Vorlagen

Bartosz Kapustka 14. Assist
Bartosz Kapustka 15. Assist
Juergen Elitim 7. Assist

Spielberichte

Esther Sedlaczek: Rokko, Auswärtssieg bei Legia Warschau, 4:3, und ich glaube, wir können direkt sagen: Das war nichts für schwache Nerven.

Rokko: Ich bin sehr glücklich über den Sieg, weil er aus meiner Sicht verdient ist – aber ich bin auch komplett durch. Das war ein Spiel, das dich über 90 Minuten permanent fordert. Emotional, taktisch, mental. Du weißt irgendwann gar nicht mehr, ob du jubeln oder einfach nur tief durchatmen sollst.

Esther Sedlaczek: Lass uns vorne anfangen. Ihr geht früh mit 2:0 in Führung, auswärts bei Legia, das ist ja schon mal ein Statement.

Rokko: Absolut. Gerade nach dem Hinspiel, das wir verdient mit 1:3 verloren haben. Da wollten wir zeigen, dass wir daraus gelernt haben. Und ich fand unsere erste Halbzeit wirklich bockstark. Wir waren mutig, klar in unseren Abläufen, sehr diszipliniert gegen den Ball. Bis auf eine Szene haben wir hinten eigentlich nichts zugelassen – und vorne hätten wir sogar noch höher führen können.

Esther Sedlaczek: Du sprichst die Chancenverwertung an. War das ein Thema auf der Bank?

Rokko: Ja, definitiv. Wir haben uns gute Situationen erspielt, aber waren teilweise zu fahrlässig. Das ist der einzige Kritikpunkt an der ersten Hälfte. Wenn du da das 3:0 machst, vielleicht sogar das 4:0, dann läuft dieses Spiel ganz anders. Aber so lässt du Legia im Spiel – und das ist gegen so eine Mannschaft immer gefährlich.

Esther Sedlaczek: Trotzdem: Die erste Halbzeit war sehr kontrolliert von euch.

Rokko: Ja, und darauf bin ich auch stolz. Wir hatten einen klaren Plan, die Jungs haben den hervorragend umgesetzt. Wir waren kompakt, aggressiv in den Zweikämpfen, haben Legia kaum in ihre gewohnten Zonen kommen lassen. Das war eine der besten ersten Halbzeiten, die wir in dieser Saison gespielt haben.

Esther Sedlaczek: Dann kommt das 1:2 kurz vor der Pause. Ärgerlich?

Rokko: Extrem. Weil es eigentlich aus dem Nichts kommt. Das ist genau dieses eine Ding, das wir zugelassen haben. Und klar, das ärgert mich. Du gehst mit einem anderen Gefühl in die Kabine, wenn du 2:0 führst statt 2:1. Aber auch da: Kein Drama. Wir waren weiterhin überzeugt von dem, was wir tun.

Esther Sedlaczek: Direkt nach der Pause erhöht ihr auf 3:1, kurz danach sogar auf 4:1. In dem Moment dachtest du vermutlich: Jetzt haben wir sie, oder?

Rokko: Ja, da dachte ich wirklich: Jetzt müssen wir es durchziehen. Das 3:1 war extrem wichtig, das 4:1 natürlich umso mehr. Und bis zur 60. Minute waren wir wirklich sehr, sehr gut unterwegs. Da hatte ich das Gefühl, wir kontrollieren das Spiel.

Esther Sedlaczek: Und dann kam der Trainerkollege.

Rokko: (lacht) Ja. Dann kam Chucky. Er hat umgestellt, mutig, offensiv – und das hat sofort Wirkung gezeigt. Man hat gemerkt: Legia glaubt wieder dran. Und genau das macht ihn auch aus. Seine Mannschaften werden im Laufe eines Spiels oft stärker, nicht schwächer.

Esther Sedlaczek: Wie hast du diese Phase erlebt, als Legia wieder Druck aufgebaut hat?

Rokko: Anstrengend. Sehr anstrengend. Du merkst, dass das Momentum kippt. Die Fans sind da, das Stadion lebt, und plötzlich wird jede Aktion von uns schwerer. Wir verteidigen viel, laufen viel, kommen kaum noch zu Entlastung. Und dann fällt das 2:4.

Esther Sedlaczek: Und spätestens beim 3:4 wurde es richtig eng.

Rokko: Ja. Da habe ich innerlich gesagt: Okay, jetzt wird es richtig eklig. Geht das Spiel noch ein paar Minuten länger, fällt wahrscheinlich der Ausgleich. Das sage ich ganz offen. Legia war da extrem stark, wir waren müde, und du kannst diesen Druck kaum noch kontrollieren.

Esther Sedlaczek: Trotzdem bringt ihr das Ergebnis über die Zeit.

Rokko: Ja, und das freut mich heute sehr. Auch wenn es sich nicht schön anfühlt. Wir haben gelitten, wir haben gekämpft, wir haben uns reingeworfen. Und am Ende steht da ein Auswärtssieg bei Legia Warschau. Das darf man auch nicht kleinreden.

Esther Sedlaczek: Würdest du sagen, dass der Sieg über 90 Minuten gesehen verdient war?

Rokko: Ja, knapp, aber verdient. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, vor allem die ersten 60 Minuten, dann haben wir mehr richtig gemacht als falsch. Aber ich bin auch ehrlich genug zu sagen: Ein Unentschieden wäre aus Sicht der Schlussphase nicht unverdient gewesen. Fußball ist manchmal brutal, manchmal gnädig. Heute war er ein bisschen gnädig mit uns.

Esther Sedlaczek: Du hast Dalmau schon angesprochen, zwei Tore heute.

Rokko: Ja, überragend. Nicht nur wegen der Tore, sondern auch wegen seiner Arbeit gegen den Ball, seiner Präsenz, seiner Ruhe. Er ist aktuell extrem wichtig für uns. Genau solche Spieler brauchst du in solchen Spielen. Er war damals bei Korona Kielce schon einer meiner wichtigsten Säulen - und hier wird er es auch!

Esther Sedlaczek: Und auch Sanca trifft wieder.

Rokko: Ja. Er übernimmt Verantwortung, geht voran, trifft wichtige Entscheidungen. Das freut mich extrem für ihn, weil er sich das erarbeitet hat.

Esther Sedlaczek: Wie sehr hilft so ein Sieg auch im Vergleich zum Hinspiel?

Rokko: Sehr. Das Hinspiel hat wehgetan, weil wir da wirklich verdient verloren haben. Und heute zu zeigen, dass wir aus Fehlern lernen können, dass wir uns anpassen können – das gibt mir ein gutes Gefühl. Nicht nur für den Moment, sondern für die Entwicklung der Mannschaft.

Esther Sedlaczek: Du hast mir vor dem Interview gesagt, die Spiele gegen Chucky machen Spaß. Trotz des Stresses?

Rokko: Ja, absolut. Das sind Spiele auf hohem Niveau, mit viel Intensität, viel Mut. Er ist ein Trainer, der immer Lösungen findet, der sich nicht versteckt. Ich mag solche Duelle. Auch wenn sie mir ein paar graue Haare bescheren, ach machen wir uns nichts vor, ich habe längst eine Glatze...

Esther Sedlaczek: (schmunzelt aufgrund der Anmerkung) Was nimmst du aus diesem Spiel mit?

Rokko: Dass wir über weite Strecken richtig guten Fußball spielen können – aber auch, dass wir lernen müssen, Spiele früher zu killen. Und dass wir uns darauf einstellen müssen, dass gute Trainerkollegen immer Wege finden, zurückzukommen. Das ist ein Lernprozess.

Esther Sedlaczek: Und dein letztes Wort zum Trainerkollegen?

Rokko: Großer Respekt. Legia war vor allem in der zweiten Halbzeit bockstark. Ich wünsche ihm weiterhin nur das Beste. Die Spiele gegen ihn sind intensiv, lehrreich und machen – trotz allem Stress – richtig Spaß.

Esther Sedlaczek: Rokko, danke dir für dieses offene Gespräch.

Rokko: Danke dir, Esther.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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