Credit Suisse Super League, 1 Spieltag, 18.02.2026 19:41:14
Reporter: Rokko, 3:0 gegen die Grasshoppers aus Zürich. Endlich wieder drei Punkte – und dann auch noch zu null. Fühlt sich das nach der kleinen Ergebniskrise wie eine echte Trendwende an?
Rokko: Ja, absolut! Und ich sage dir ganz ehrlich – das fühlt sich heute richtig, richtig gut an. Wir haben zuletzt wirklich gute Auftritte hingelegt, aber uns nicht immer belohnt. Das war so ein bisschen die Krux. Leistung war da, Ergebnis nicht. Und heute haben wir beides zusammengebracht. Drei Punkte, kein Gegentor – das tut der Seele gut.
Reporter: Wenn man nur auf das Ergebnis schaut, wirkt es souverän. War es das auch?
Rokko: Nein, so einfach war es nicht. Und das möchte ich auch ganz klar sagen: Die Hoppers haben sich extrem gut verkauft. Wer nur auf die Tabelle oder die Außendarstellung schaut, der unterschätzt diese Mannschaft komplett. Mago lässt einen grundsoliden, sauberen Ball spielen. Die sind strukturiert, diszipliniert, stehen kompakt. Das war heute alles andere als ein Selbstläufer.
Reporter: Hattet ihr Probleme, ins Spiel zu finden?
Rokko: Ja, wir hatten unsere Mühe. Wir wollten Druck machen, wir wollten Tempo reinbringen – aber Zürich hat das clever verteidigt. Sie haben uns nicht die Räume gegeben, die wir gerne bespielen. Wir mussten geduldig bleiben, auch wenn es manchmal ein bisschen zäh war.
Reporter: Das 1:0 fällt erst in der 37. Minute durch Matoshi.
Rokko: Und das war extrem wichtig! Du merkst, dass das Spiel so ein bisschen auf der Kippe steht. Viel Mittelfeldgeplänkel, wenig klare Chancen. Und dann ist es Valmir, der die Situation nutzt. Das war kein Zauberfußball, aber es war konsequent. Und genau das brauchst du in solchen Spielen.
Reporter: War das so ein klassischer Dosenöffner?
Rokko: Ja, das trifft es gut. Du brauchst manchmal diesen einen Moment, der das Spiel in deine Richtung kippen lässt. Und ich hatte das Gefühl, mit dem 1:0 fällt auch ein bisschen Druck von uns ab.
Reporter: Trotzdem blieb es lange eng.
Rokko: Absolut. Zürich hat weiter mutig gespielt. Sie haben nicht aufgesteckt, sie haben versucht, Lösungen zu finden. Und wir mussten hellwach bleiben. Ich hatte bis in die Schlussphase rein nicht das Gefühl, dass das hier schon entschieden ist.
Reporter: Das 2:0 fällt erst in der 89. Minute – wieder Matoshi.
Rokko: Ja, und da war die Erleichterung riesig! Weil du weißt, wenn du so lange nur mit einem Tor führst, kann immer irgendwas passieren. Ein abgefälschter Ball, ein Standard – und plötzlich steht es 1:1. Dass wir das 2:0 dann noch machen, war brutal wichtig.
Reporter: Und dann sogar noch das 3:0 in der 90. Minute durch Meichtry.
Rokko: Das war die Kirsche auf der Torte. Ethan belohnt sich und uns für die harte Arbeit. Und dann sieht das Ergebnis plötzlich sehr deutlich aus – aber das war es über 80 Minuten eben nicht.
Reporter: Besonders auffällig: Ihr spielt endlich wieder zu null.
Rokko: Und das freut mich fast am meisten! Nach den letzten Wochen, wo wir defensiv immer wieder mal einen eingeschenkt bekommen haben, war das heute ein Statement. Kompakt, konzentriert, diszipliniert. Jeder ist für den anderen gelaufen. Genau so muss das sein.
Reporter: Wie wichtig war dieses Spiel mental für euch?
Rokko: Enorm wichtig. Nach der desaströsen Niederlage gegen Luzern war viel Selbstreflexion angesagt. Und ich muss sagen, die Entwicklung seitdem macht mich wirklich happy. Wir haben Charakter gezeigt, wir haben uns stabilisiert – und jetzt belohnen wir uns auch wieder.
Reporter: Würdest du sagen, das Team ist gereift?
Rokko: Ja, definitiv. Solche Phasen gehören dazu. Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Und ich sehe da viel Reife, viel Lernbereitschaft. Wir sind nicht in Panik verfallen, sondern haben weiter an unseren Abläufen gearbeitet.
Reporter: Was hat dir heute am besten gefallen?
Rokko: Die Geduld. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen, auch wenn es lange 1:0 stand. Wir sind unserer Linie treu geblieben, haben nicht kopflos nach vorne gebolzt. Und defensiv waren wir sehr aufmerksam.
Reporter: Und was geht noch besser?
Rokko: Die Effizienz früher im Spiel. Wir hatten ein, zwei Situationen, die wir klarer ausspielen können. Wenn du früher das 2:0 machst, wird es entspannter. Aber das ist Jammern auf relativ hohem Niveau.
Reporter: Ein Wort zu Mago und den Grasshoppers?
Rokko: Wirklich Respekt. Das war eine sehr disziplinierte Leistung. Sie haben uns alles abverlangt. Ich bin überzeugt, dass sie mit dieser Spielweise noch einige Punkte holen werden.
Reporter: Wie blickst du jetzt auf die kommenden Wochen?
Rokko: Mit Optimismus. Aber auch mit Demut. Nur weil wir heute 3:0 gewonnen haben, heißt das nicht, dass jetzt alles von alleine läuft. Wir müssen weiter arbeiten, weiter hungrig bleiben.
Reporter: Du wirkst sehr zufrieden.
Rokko: Bin ich auch! Nicht euphorisch, aber zufrieden. Wir sehen eine klare Entwicklung. Wir haben die Trendwende geschafft, wir stehen defensiv stabiler, wir holen Punkte. So kann es weitergehen.
Reporter: Ist das die Richtung, die du dir vorstellst?
Rokko: Absolut. Intensiv, fokussiert, geschlossen als Team. Wenn wir das beibehalten, dann bin ich sehr zuversichtlich.
Reporter: Rokko, danke für das Gespräch und Glückwunsch zum Sieg.
Rokko: Danke dir! Und jetzt genießen wir den Moment – aber nur kurz. Dann geht’s weiter.
46
35
01.03.2026 20:30:43
6
18.02.2026 19:57:52
8
18.02.2026 19:41:14
14
8
0
01.03.2026 20:30:43
6
18.02.2026 19:57:52
8
18.02.2026 19:41:14
14