Spielinfo

PKO Bank Polski Ekstraklasa, 29 Spieltag, 01.03.2026 09:59:06

Ereignisse

4"
0:1
Tor (Schuss) Afimico Pululu 59. Tor
8"
0:2
Tor (Schuss) Taras Romanczuk 5. Tor
30"
0:3
Tor (Schuss) Jesús Imaz 17. Tor
34"
0:4
Tor (Schuss) Jesús Imaz 18. Tor
37"
0:5
Tor (Schuss) Afimico Pululu 60. Tor
41"
0:6
Tor (Schuss) Kamil Jóźwiak 5. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Interviewer: Rokko, 0:6 zu Hause gegen Jagiellonia – das ist ein Ergebnis, das man erstmal sacken lassen muss. Wie fällt dein erstes Fazit aus?

Rokko: Ja, das ist natürlich brutal. Da braucht man nichts schönreden. Ein 0:6 ist eine ordentliche Abreibung, vor allem vor heimischem Publikum. Das tut weh – den Jungs, mir, dem ganzen Umfeld. Wenn man das Hinspiel im Kopf hat, in dem wir absolut auf Augenhöhe waren und am Ende unglücklich mit 1:3 verloren haben, dann fühlt sich das heute noch mal härter an. Damals hatten wir Phasen, in denen wir sogar besser waren. Heute dagegen sollte beim Trainerkollegen wirklich alles funktionieren – und bei uns leider überhaupt nichts.

Interviewer: Der Start war denkbar schlecht. 0:1 in der 4. Minute durch Afimico Pululu, 0:2 in der 8. durch Taras Romanczuk. Wie sehr hat euch das früh aus dem Konzept gebracht?

Rokko: Extrem. Wir hatten uns viel vorgenommen. Wir wollten kompakt stehen, mutig nach vorne spielen und aus einer stabilen Defensive heraus Nadelstiche setzen. Und dann liegst du nach acht Minuten 0:2 hinten. Das ist natürlich ein Schock. Beim ersten Gegentor sind wir nicht eng genug am Mann, beim zweiten verlieren wir den Zugriff im Mittelfeld. Gegen eine Mannschaft wie Jagiellonia wirst du dafür eiskalt bestraft. Das sind keine Teams, die dir solche Fehler durchgehen lassen.

Interviewer: Hattest du nach dem 0:2 noch das Gefühl, dass ihr zurückkommen könnt?

Rokko: Ja, tatsächlich schon. Auch wenn das vielleicht komisch klingt. Wir haben danach versucht, wieder Struktur reinzubringen. Es gab ein, zwei Szenen, in denen wir ganz ordentlich nach vorne gekommen sind. Aber uns hat heute die Klarheit gefehlt – im Passspiel, in den Laufwegen, im letzten Drittel. Und dann kommt eben das 0:3 in der 30. Minute durch Jesús Imaz. Da sieht man die Qualität des Gegners. Ein schneller Angriff, sauber ausgespielt, und wir sind einen Schritt zu spät.

Interviewer: Zwischen der 30. und 41. Minute fallen drei weitere Tore – 0:4, 0:5, 0:6. Das Spiel war zur Pause im Grunde entschieden.

Rokko: Ja, das muss man so sagen. In dieser Phase ist uns das Spiel komplett entglitten. Beim 0:4, wieder durch Imaz, verteidigen wir viel zu passiv. Beim 0:5 durch Pululu verlieren wir im Aufbau den Ball und laufen in den Konter. Und das 0:6 durch Kamil Jóźwiak ist dann fast schon sinnbildlich für den Abend. Der Gegner kommt mit Tempo über die Außen, wir bekommen keinen Zugriff, und der Ball ist wieder drin. Da hat man gemerkt: Heute läuft alles gegen uns – und für sie.

Interviewer: Wenn du den Vergleich zum Hinspiel ziehst – damals auf Augenhöhe, heute chancenlos. Wie erklärst du dir diesen Unterschied?

Rokko: Fußball ist manchmal schwer zu erklären. Im Hinspiel hatten wir einen richtig guten Tag. Wir waren mutig, griffig, haben uns viele Chancen erarbeitet und waren phasenweise sogar besser. Am Ende fehlte uns die Effizienz, und Jagiellonia hat ihre Möglichkeiten genutzt. Heute war es genau andersrum – nur in extremer Form. Sie treffen fast mit jeder klaren Aktion, und wir finden überhaupt keinen Rhythmus. Das ist die höchste Niederlage, die du in so einem Spiel kassieren kannst, und das schmerzt natürlich doppelt, wenn du weißt, dass du es eigentlich besser kannst.

Interviewer: Ärger überwiegt oder eher das Gefühl, dass es heute einfach nicht sein sollte?

Rokko: Beides. Natürlich ärgert es mich, weil ich weiß, dass wir mehr draufhaben. Wir haben in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass wir mit starken Gegnern mithalten können. Und dann passiert so ein Spiel, in dem gefühlt alles schiefgeht. Aber es gibt auch Tage, da passt einfach nichts zusammen. Da springt der Ball nicht so, wie du willst, die Zweikämpfe laufen gegen dich, und der Gegner ist eiskalt. Das darf keine Ausrede sein – aber es ist eine Erklärung.

Interviewer: Was nimmst du aus so einer Niederlage mit?

Rokko: Demut. Und die Erkenntnis, dass wir weiter hart arbeiten müssen. Solche Spiele können dich brechen – oder sie können dich stärker machen. Das liegt an uns. Wir werden das Spiel sauber analysieren, Fehler klar ansprechen und dann abhaken. Mund abputzen und weitermachen. Mehr bleibt dir nicht.

Interviewer: Gab es trotz allem etwas, das dir gefallen hat?

Rokko: Schwer zu sagen nach einem 0:6. Aber ich habe gesehen, dass einige Jungs trotz des Rückstands weiter versucht haben, Lösungen zu finden. Keiner hat absichtlich den Kopf hängen lassen oder sich versteckt. Das rechne ich ihnen hoch an. Wir sind als Mannschaft untergegangen, nicht als Einzelne. Und genauso werden wir da auch wieder rauskommen – gemeinsam.

Interviewer: Was sagst du deinem Trainerkollegen nach so einem Spiel?

Rokko: Glückwunsch. Ganz klar. Jagiellonia hat heute gezeigt, warum sie so stark sind. Sie waren in allen Belangen überlegen – Tempo, Präzision, Effizienz. Da muss man fair bleiben und anerkennen, wenn der Gegner einfach besser war. Im Hinspiel war es eng, heute war es eine klare Sache. So ehrlich muss man sein.

Interviewer: Und der Blick nach vorne?

Rokko: Der ist jetzt entscheidend. Wir dürfen uns nicht von diesem Ergebnis lähmen lassen. Eine Saison besteht aus vielen Spielen, nicht aus einem. Natürlich wird man uns an diesem 0:6 messen, aber viel wichtiger ist, wie wir im nächsten Spiel auftreten. Zeigen wir Reaktion? Zeigen wir Charakter? Das erwarte ich von meiner Mannschaft – und ich bin überzeugt, dass sie das liefern wird.

Interviewer: Danke für deine offenen Worte.

Rokko: Danke. Es tut weh, aber wir stehen wieder auf. Das gehört im Fußball dazu.

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
Expected Goals (xG)
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
0
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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