Pressesprecher: Herzlich Willkommen zur Pressekonferenz nach dem Spiel heute gegen Lecce. Ihre Fragen bitte.
Reporter: Wie bewerten sie heute die Leistung ihrer Mannschaft?
reckinho: Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und glücklicherweise gewonnen. Insofern definitiv sehr positiv. Wir haben viele Sachen sehr gut gemacht und standen hinten prinzipiell ziemlich sattelfest und haben wenig zugelassen. Insofern sind wir auf jeden Fall sehr zufrieden.
Reporter: Was hat heute aus ihrer Sicht den Unterschied gemacht, dass ihre Mannschaft das Spiel so klar gewinnen konnte?
reckinho: Ich glaube letzten Endes spielt schon eine große Rolle, dass unsere Mannschaft auf den einzelnen Positionen mit einer unglaublichen Qualität besetzt ist. Ederson, De Ketelaere oder Raspadori beim Spielen zuzuschauen ist jedes Mal aufs neue eine Augenweide. Wir haben dort sehr viel offensive Power auf dem Platz, die uns das Leben natürlich deutlich vereinfacht hat.
Reporter: Gab es einen taktischen Plan, der heute besonders gut funktioniert hat?
reckinho: Ja tatsächlich. Wir haben uns vorgenommen unsere Außenverteidiger regelmäßig zu aktivieren und sie auf den Flügeln hinterlaufen zu lassen. Sowohl Bellanova als auch Zappacosta haben das herausragend gut gemacht. Besonders freut es mich, dass sich Zappacosta am Ende sogar noch mit einem Tor belohnen konnte. Aber es war schön zu sehen, weil die Mannschaft das heute sehr gut umgesetzt hat. Speziell auch die Restverteidigung hat gut gegriffen und wir konnten immer wieder gut ins Gegenpressing kommen. Bei einer so offensiven Ausrichtung der außenverteidiger ist immer ein gewisses Restrisiko dabei, aber das hat sich heute definitiv ausgezahlt.
Reporter: Was ist ihr Fazit für die kommenden Spiele?
reckinho: Das wir gut in Form sind. Und das ist wichtig. Wir hatten immer wieder, auch in der Vorbereitung, spiele die einfach nicht gut waren. Das haben wir heute wieder besser hinbekommen. Nach dem ärgerlichen Start und der Niederlage zu Pisa im ersten Spiel gab es sicherlich einige Akteure im Clubumfeld die den Niedergang unserer Mannschaft gekommen sahen. Ich denke, dass wir diese Kritiker mit den letzten Spielen erst einmal wieder besänftigen konnten. Aber und das ist uns auch klar: Mit den Spielen gegen Juve, AS Rom, Florenz oder auch Bologna stehen uns noch diverse Brocken bevor. Como habe ich bspw. in der Aufzählung auch noch vergessen. Wir haben mit Milan, Sassuolo oder Inter zwar schon große Spiele gewinnen können. Der Weg ist aber noch weit. Danke für ihre Fragen.
Nach dem 8-3 Erfolg im Hinspiel war Atalanta Bergamo in der darauf folgenden Woche erneut gegen den AC Mailand im Einsatz und das Spiel begann für Bergamo direkt mit einer kalten Dusche. Nach gerade einmal 20 Minuten gingen die Mailänder bereits mit 3-0 in Führung. Unter anderem Zalewski ließ in der Zwischenzeit eine sehr gute Chance für Bergamo liegen. Die Vorzeichen für den weiteren Spielverlauf sahen für Bergamo also maximal schlecht aus. In Minute 34 dann aber der erste Hoffnungsschimmer: Ederson konnte aus ca. 16 Metern mit einem fulminanten Schuss den Ball in den linken Giebel schweißen. Wenige Minuten später folgte bereits der 3-2 Anschlusstreffer durch Zalewski. Zalewski und Ederson waren es auch, die in der zweiten Halbzeit das Spiel endgültig in Richtung der Bergamasken kippen ließen. Der furiose Start der Hausherren ließ die Gäste also aus dem Wochenendschlaf aufwachen. Trainer reckinho zeigte sich nach dem Spiel bezüglich der Leistung seiner Mannschaft zwiegespalten: "Zunächst einmal sind wir natürlich sehr zufrieden, dass wir auch im Rückspiel drei Punkte einfahren konnten. Doppel-Spieltage sind immer eine große Herausforderung, die nicht immer selbstverständlich zu lösen sind. Trotzdem ist es natürlich sehr ärgerlich, dass wir so schnell mit 0-3 in Rückstand geraten sind. Letztendlich sind wir aber froh, dass wir das Spiel noch drehen konnten. Am Ende des Tages haben wir heute sehr viel Moral gezeigt und auch der Konkurrenz gezeigt, dass man uns in keiner Spielphase unterschätzen sollte. Uns stehen noch viele weitere wichtige Spiele bevor und die kommenden Wochen werden ziemlich aufreibend für uns. Aber heute wird erst einmal gefeiert." Tatsächlich stehen für Bergamo demnächst noch einige schwere Spiele in der Champions League und auch der Coppa Italia an. In letzterer wartet in den nächsten Tagen Juventus Turin. Meinem Gegner weiterhin viel Erfolg, danke für die fairen Spiele
Dirk große Schlarmann: Rokko, Glückwunsch zum Sieg und dieser unfassbaren Anfangsphase! Das Ergebnis kommt überraschend, gerade bei eurer jüngeren Vergangenheit wo du lediglich einmal gewinnen konntest.
Rokko: Ja, ich glaube, das trifft es ganz gut. Wir hatten zuletzt wahrhaftig Schwierigkeiten gegen Filip - doch heute lief es wie am Schnürchen! Wir kommen unfassbar gut rein, das waren wahrscheinlich die besten 20 Minuten seit ich hier bin. Da hat wirklich alles funktioniert. Wir waren aggressiv, klar in unseren Aktionen, haben die Räume gut bespielt und waren extrem zielstrebig. Und dann kommen natürlich auch diese zwei frühen Tore dazu, wo wir ehrlich sein müssen: Da ist auch ein bisschen das nötige Glück dabei.
Dirk große Schlarmann: Das wollte ich gerade ansprechen. Gerade bei so einem Start – zwei Tore, die vielleicht nicht jeden Tag so fallen – ist das dann dieser berühmte Dosenöffner?
Rokko: Absolut. Solche Momente brauchst du manchmal einfach. Der Ball fällt dir vor die Füße, du bist einen Tick schneller, der Abschluss wird vielleicht noch abgefälscht – das gehört alles dazu. Und wenn du dann früh in Führung gehst, bekommst du natürlich Sicherheit. Das Spiel läuft dann in eine Richtung, die dir entgegenkommt. Aber man darf eben nicht vergessen: Diese Phase musst du dir auch erarbeiten. Wir waren da von der ersten Sekunde an hellwach.
Dirk große Schlarmann: Danach hatte man aber schon das Gefühl, dass Sandefjord sich Stück für Stück in die Partie gearbeitet hat. War das auch deine Wahrnehmung?
Rokko: Ja, definitiv. Nach dieser Anfangsphase wurde das Spiel ausgeglichener. Sandefjord hat sich besser eingestellt, war griffiger in den Zweikämpfen und hat uns nicht mehr so viele Räume gegeben. Sie haben dann auch mehr Ballbesitz gehabt, ohne jetzt komplett die Kontrolle zu übernehmen, aber es war deutlich unangenehmer für uns.
Dirk große Schlarmann: Trotzdem steht am Ende ein 6:0. Das ist ja schon eine Hausnummer. Ist das dann auch ein Stück weit dem Spielverlauf geschuldet?
Rokko: Ja, würde ich schon so sagen. Ich glaube, das Ergebnis ist am Ende ein, vielleicht sogar zwei Tore zu hoch. Wir waren effektiv, haben unsere Chancen genutzt, und das ist natürlich ein großer Faktor. Aber Sandefjord war definitiv besser, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir ein bisschen auf die Vorgeschichte schauen – du hast ja gesagt, dass ihr euch zuletzt gegen diesen Trainerkollegen eher schwergetan habt. War das heute auch ein Stück weit im Hinterkopf?
Rokko: Ja, absolut. Wir haben in den letzten Spielen gegen ihn nicht so viele Punkte geholt, wie wir uns das gewünscht hätten. Deshalb war der Respekt groß. Ich kenne ihn gut, ich weiß, wie er seine Mannschaft einstellt. Das ist kein Gegner, gegen den du mal eben locker durchgehst. Umso wichtiger war es für uns, heute von Anfang an da zu sein.
Dirk große Schlarmann: Hat man vielleicht auch genau deshalb diesen extrem fokussierten Start gesehen?
Rokko: Das kann gut sein, ja. Die Jungs mussten noch nicht gegen Filips Teams ran, aber ich kannte ihn aus Schottland zuletzt und wusste, was auf sie zukommt. Wir haben das auch klar angesprochen vor dem Spiel. Wenn du da nicht von Beginn an wach bist, dann kann das ganz schnell in die andere Richtung gehen. Und ich glaube, die Mannschaft hat das heute sehr gut umgesetzt.
Dirk große Schlarmann: Du wirkst insgesamt zufrieden, wo bleibt deine Euphorie?
Rokko: Natürlich freuen wir uns über den Sieg, über die drei Punkte, über die Art und Weise, wie wir ins Spiel gekommen sind. Aber wir wissen auch, das ist nur ein Spiel. Es gibt genug Beispiele dafür, wie schnell sich so etwas wieder drehen kann. Deshalb bleiben wir da ruhig und versuchen, das Ganze vernünftig einzuordnen.
Dirk große Schlarmann: Wenn man sich eure Entwicklung anschaut – man hat schon das Gefühl, dass sich da etwas aufgebaut hat. Würdest du das auch so sehen?
Rokko: Ja, das Gefühl habe ich auch. Die Abläufe werden besser, die Jungs verstehen sich auf dem Platz immer besser. Das braucht Zeit, das passiert nicht von heute auf morgen. Aber man sieht jetzt schon, dass vieles ineinandergreift. Das gibt uns natürlich ein gutes Gefühl, aber es ist eben auch ein Prozess, der weitergehen muss.
Dirk große Schlarmann: Du hast eben von den besten 20 Minuten seit deinem Amtsantritt gesprochen. Ist das etwas, woran man sich orientieren kann für die Zukunft?
Rokko: Es zeigt uns zumindest, was möglich ist. Aber es wäre falsch zu sagen, dass wir jetzt jedes Spiel so auftreten werden. Das ist im Fußball einfach nicht realistisch. Wichtig ist, dass wir diese Intensität, diese Klarheit in unser Spiel möglichst oft reinbekommen.
Dirk große Schlarmann: Lass uns nochmal kurz über deinen Trainerkollegen sprechen. Du hast ihn schon angesprochen – was macht ihn und seine Mannschaft so unangenehm?
Rokko: Sie sind normalerweise besser organisiert, arbeiten viel gegen den Ball und haben immer wieder klare Ideen nach vorne. Das ist kein Team, das sich versteckt. Heute lief es für uns, keine Frage. Aber ich bin mir sicher, dass sie in den nächsten Spielen wieder ihre Punkte holen werden. Gerade Offensiv halte ich ihn für eine absolute Granate! Ich wünsche ihm da wirklich nur das Beste.
Dirk große Schlarmann: Du hast ihn im Vorgespräch bei mir eben– „mein königsblauer Filip“ genannt. Da merkt man schon, da ist auch eine gewisse Verbindung da, oder?
Rokko: Ja, absolut. Das ist das Schöne am Fußball. Man kennt sich, man schätzt sich. Und auch wenn man auf dem Platz gegeneinander arbeitet, bleibt der Respekt immer da. Gerade solche Duelle machen dann auch Spaß.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir ein bisschen nach vorne schauen – was nimmst du aus diesem Spiel jetzt konkret mit?
Rokko: Vor allem die Anfangsphase. Diese Klarheit, diese Entschlossenheit – das hat mir sehr gut gefallen. Gleichzeitig aber auch die Erkenntnis, dass Spiele kippen können, wenn du nachlässt. Diese Phase, in der Sandefjord besser wurde, war ein gutes Beispiel dafür. Da müssen wir wach bleiben.
Dirk große Schlarmann: Und ganz zum Schluss: Wie wichtig war dieser Sieg für euch, auch mit Blick auf die letzten direkten Duelle?
Rokko: Sehr wichtig. Es tut gut, so ein Spiel zu gewinnen. Aber wir bleiben auch da auf dem Boden. Es ist ein Schritt, nicht mehr und nicht weniger.
Dirk große Schlarmann: Rokko, vielen Dank für das Gespräch.
Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!
Im neunten Saisonspiel gegen den AC Mailand gelingt Bergamo hier der bereits achte Saisonsieg. Insgesamt wirklich ein beachtlicher Saisonstart den die Bergamasken hinlegen konnten. Trainer reckinho zeigt sich nach dem Hinspiel gegen die Mannschaft von Bogi87 zufrieden: "Wir haben hier heute eine insgesamt wirklich beachtliche Leistung gezeigt. Auch Mailand konnte einen sehr guten Start in die neue Spielzeit an den Tag legen, weshalb uns klar war, dass wir hier an unser absolutes Leistungslimit kommen müssen. Allen voran Leao hat uns mit seinem Tempo das Leben immer wieder schwer gemacht. Auch von der Intensität mussten wir heute an unsere Grenzen gehen. Mailand hat das Spiel sehr körperbetont gespielt, was folgerichtig zu vier gelben Karten geführt hat. Alles in allem geht der Sieg für uns aber denke ich in Ordnung." Besonders ragte vor allem Neuzugang Giacomo Raspadori hervor, der mit zwei Toren sowie zwei Assists erneut seine Wichtigkeit für die Dea unter Beweis stellte.
Dirk große Schlarmann: Rokko, wenn man sich die letzten Wochen anschaut – und auch dieses Spiel jetzt wieder – dann liest sich das schon ziemlich gut: 10 Siege, ein Remis, zwei Niederlagen. Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Wie ordnest du das aktuell ein?
Rokko: Ja, das klingt natürlich erstmal sehr gut, das brauchen wir nicht kleinreden. Wir sind auch zufrieden, das ist klar. Aber – und das ist mir wirklich wichtig – wir ordnen das intern sehr bewusst ein. Es ist eine Momentaufnahme. Wir haben jetzt einen guten Lauf, vieles funktioniert, aber wir wissen auch, wie schnell sich das im Fußball ändern kann. Deshalb bleiben wir da ruhig und fokussiert.
Dirk große Schlarmann: Trotzdem, man hat schon das Gefühl, dass sich bei euch etwas entwickelt hat. Die Ergebnisse kommen ja nicht von ungefähr. Was macht euch aktuell so stabil?
Rokko: Ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Dingen. Zum einen haben wir als Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht, was das Verständnis untereinander angeht. Die Abläufe und Laufwege werden klarer, die Jungs wissen besser, was sie auf dem Platz zu tun haben. Und dann kommt dazu, dass wir aktuell eine gute Balance haben – mit und gegen den Ball. Das hilft uns enorm.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir ganz kurz auf dieses Spiel schauen – drittes Duell in Folge gegen denselben Gegner, und diesmal ein 6:0. Das wirkt von außen sehr deutlich.
Rokko: Ja, das Ergebnis ist natürlich klar. Aber auch da muss man sagen: Das Spiel hat seine eigene Geschichte. Der frühe Platzverweis hat uns natürlich in die Karten gespielt, das wäre unehrlich, wenn man das nicht erwähnt. Und dann kippt so eine Partie schnell in eine Richtung. Wir haben das dann gut genutzt, waren effektiv, aber ich will das nicht überbewerten.
Dirk große Schlarmann: Du bleibst da sehr bewusst zurückhaltend.
Rokko: Ja, weil ich glaube, dass es wichtig ist. Wir hatten im Pokal ein Spiel gegen denselben Gegner, das war ein absolutes 50/50-Spiel. Heute sieht das Ergebnis ganz anders aus, aber das heißt nicht automatisch, dass die Unterschiede so groß sind.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir wieder auf das große Ganze schauen, ist das ja nicht nur ein kleiner Lauf. Das ist schon eine Serie. Spürt man das auch in der Mannschaft?
Rokko: Ja, das Selbstvertrauen ist natürlich da. Wenn du Spiele gewinnst, dann gehst du mit einem anderen Gefühl in die nächsten Partien. Aber wir versuchen, das nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Es geht weiterhin darum, hart zu arbeiten und sich zu verbessern. Das darf man bei aller Euphorie nicht vergessen.
Dirk große Schlarmann: Stichwort Euphorie – wie nimmst du die Erwartungshaltung wahr? Von außen wird ja schnell mehr gefordert, wenn es gut läuft.
Rokko: Das gehört dazu, das ist ganz normal. Wenn du erfolgreich bist, steigen die Erwartungen automatisch. Aber wir versuchen, das ein bisschen zu steuern. Wir sagen ganz klar: Wir definieren uns nicht nur über Ergebnisse. Natürlich sind die wichtig, keine Frage. Aber uns geht es auch darum, wie wir auftreten, wie wir uns entwickeln.
Dirk große Schlarmann: Trotzdem stellt sich die Frage fast zwangsläufig: Europa – ist das aktuell ein realistisches Ziel für euch?
Rokko: Das habe ich ja bereits mehrfach betont, ja - es ist ein Ziel. Das haben wir auch nie versteckt. Wir wollen international spielen, das ist der Traum, der uns antreibt. Aber wir wissen auch, dass der Weg dahin noch sehr lang ist. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, aber es kommen noch viele Spiele, viele schwierige Aufgaben.
Dirk große Schlarmann: Du sprichst die schwierigen Aufgaben an – die „dicken Brocken“, wie man so schön sagt, kommen ja noch.
Rokko: Genau. Und das ist auch der Punkt, warum wir so vorsichtig sind. Wir haben gegen einige sehr starke Gegner noch gar nicht gespielt. Da wird sich dann zeigen, wo wir wirklich stehen. Deshalb wäre es jetzt falsch zu sagen: Wir halten diese Bilanz bis zum Ende. Das wird nicht passieren, da bin ich realistisch.
Dirk große Schlarmann: Das klingt sehr reflektiert. Ist das auch etwas, was du bewusst an die Mannschaft weitergibst?
Rokko: Absolut. Ich glaube, es ist wichtig, dass die Jungs ein Gefühl dafür bekommen, wo wir stehen. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Es gibt noch viele Dinge, die wir verbessern können. Und genau daran arbeiten wir.
Dirk große Schlarmann: Wenn man euch spielen sieht, hat man das Gefühl, dass ihr aktuell sehr klar in euren Aktionen seid. Ist das etwas, worauf ihr besonders Wert legt?
Rokko: Ja, definitiv. Klarheit im Spiel ist ein wichtiger Punkt für uns. Zu wissen, wann wir Tempo machen, wann wir den Ball laufen lassen, wann wir Risiken eingehen. Das sind Dinge, die wir immer wieder ansprechen. Und ich finde, da haben wir uns verbessert.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir auf die kommenden Wochen schauen – was erwartest du?
Rokko: Schwierige Spiele, ganz klar. Die Gegner werden sich auf uns einstellen, werden versuchen, Lösungen zu finden. Deshalb müssen wir uns auch weiterentwickeln.
Dirk große Schlarmann: Und trotzdem – wenn man dich jetzt fragt: Ist Europa drin?
Rokko: Dirk, wie oft denn noch? Heute bist du ganz schön penetrant... es ist möglich, ja. Aber es ist noch ein weiter Weg. Es liegen noch viele Meter vor uns, viele Herausforderungen. Wir nehmen das so an, wie es kommt, und geben in jedem Spiel unser Bestes. Wenn wir das durchziehen, dann werden wir am Ende sehen, wofür es reicht.
Dirk große Schlarmann: Letzte Frage, Rokko: Wie sehr genießt du diese Phase gerade?
Rokko: Natürlich genießt man das. Siege machen immer mehr Spaß als Niederlagen, das ist klar. Aber gleichzeitig bleibe ich bei dem, was ich gesagt habe: Es ist eine Momentaufnahme. Wir freuen uns darüber, aber wir wissen auch, dass wir weiter arbeiten müssen. Nur so können wir uns das erhalten.
Dirk große Schlarmann: Rokko, vielen Dank für das Gespräch.
Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!
"Revanche" im Pokal geglückt.
Nachdem man in der Liga das Spiel verloren hat, traf man sich im Pokal schon wieder.
Man stellte be St. Mirren Kleinigkeiten um und dies sollte gerade in der ersten Halbzeit Früchte tragen.
Da konnte man das Spiel an sich ziehen und mit 3:0 in Führung gehen.
Der Gegner steckte nie auf, kam auf 2:3 wieder ran und dann war es ein Krimi vor dem Herren.
Nochmal danke an den Gegner für das faire Spiel!
Die erste Niederlage des neuen Trainer von St. Mirren.
Im Spiel gegen die Hibernian und Schorcher war nichts zu holen.
Der Gegner dominierte das Spiel und ließ uns hinterherlaufen, fast über 90 Minuten.
Als man wieder ran kam, kam der Genickbruch durch einen stark gespielten Angriff, damit war der letzte Funke der Hoffnung erloschen.
Danke an den Gegner für das faire Spiel und mit solchen Leistungen wirst du noch weitere Punkte auf jeden Fall sammeln.
Mund abwischen und weiter machen heißt es jetzt für die Jungs von St. Mirren
Dirk große Schlarmann: Rokko, in kurzer Zeit 2x gegen den gleichen Gegner, schaut man nur auf das Ergebnis, dann denkt man sich: klare Angelegenheit, 5:1, souverän runtergespielt. Wenn man das Spiel aber gesehen hat, war das ja gerade in der ersten Halbzeit alles andere als eindeutig, oder?
Rokko: Richtig analysiert, Dirk - Mensch, du hättest ja auch Spieleanalyst werden können (zwinkern). Das Ergebnis täuscht da ein Stück weit, wenn man ehrlich ist. Die erste Halbzeit war komplett auf Augenhöhe, das muss man ganz klar sagen. Beide Mannschaften waren gut im Spiel, beide hatten ihre Phasen, beide waren gefährlich. Da hätte es genauso gut 1:1 oder 2:2 stehen können. Wir haben in der Phase einfach unsere Chancen besser genutzt, das war der Unterschied.
Dirk große Schlarmann: Das klingt nach genau dem Gegenteil vom Pokalspiel, wo du gesagt hast, es war ein 50/50-Spiel, das ihr vielleicht ein bisschen glücklich gezogen habt. Heute dann eher effizienter?
Rokko: Ja, das trifft es ganz gut. Im Pokal war es wirklich komplett offen, da hätte es in beide Richtungen gehen können. Heute war es vom Spielverlauf her ähnlich eng in der ersten Halbzeit, aber wir waren vor dem Tor einfach klarer. Und das ist dann eben oft entscheidend auf dem Niveau. Wenn du deine Chancen nutzt und der Gegner vielleicht eine oder zwei liegen lässt, dann kippt so ein Spiel in deine Richtung.
Dirk große Schlarmann: Dann kommt dieser Moment direkt nach der Pause – Doppelschlag, zwei Tore in kurzer Zeit. War das der Knackpunkt?
Rokko: Ja, ich glaube schon. Das war die Phase, die das Spiel entschieden hat. Du kommst aus der Kabine, hast dir ein paar Dinge vorgenommen, willst eigentlich stabil bleiben – und dann triffst du direkt zweimal. Das gibt dir natürlich extrem viel Sicherheit. Und für den Gegner ist das brutal, weil er eigentlich gut im Spiel war und plötzlich zwei Tore hinten liegt.
Dirk große Schlarmann: Wie erklärst du dir das? Ist das eine Frage von Mentalität?
Rokko: Nunja, wir kommen aktuell sehr wach aus der Kabine, das muss man schon sagen. Die Jungs sind fokussiert, wissen, was sie wollen. Und dann hast du natürlich auch die Qualität vorne, um solche Situationen auszunutzen. Aber ich will da auch gar nicht zu viel reininterpretieren – es gibt genauso Spiele, da passiert genau das Gegenteil.
Dirk große Schlarmann: Danach hatte man schon das Gefühl, dass ihr das Spiel mehr und mehr unter Kontrolle bekommt.
Rokko: Ja, das würde ich auch so sehen. Mit dem 4:2 im Pokal war es ähnlich – wenn du diesen kleinen Abstand hast, dann bekommst du ein anderes Gefühl für das Spiel. Heute war es nach dem Doppelschlag so, dass wir ruhiger geworden sind, klarer in unseren Aktionen. Wir haben den Ball besser laufen lassen und defensiv auch stabiler gestanden.
Dirk große Schlarmann: Trotzdem, wenn wir nochmal auf die erste Halbzeit schauen – warst du da komplett zufrieden oder gab es Punkte, wo du sagst, da müssen wir besser werden?
Rokko: Es gibt immer Dinge, die besser gehen, das ist klar. Wir hatten Phasen, in denen wir vielleicht einen Tick zu offen waren oder die Wege nicht ganz sauber gegangen sind. Aber insgesamt war das schon in Ordnung. Gegen so einen Gegner ist es normal, dass du nicht 90 Minuten komplett die Kontrolle hast. Wichtig war, dass wir im Spiel geblieben sind.
Dirk große Schlarmann: Wenn man eure letzten Spiele betrachtet – Pokal, jetzt Liga – hat man das Gefühl, dass ihr auch in engen Spielen Lösungen findet. Ist das ein Entwicklungsschritt?
Rokko: Puh, gute Frage - so habe ich das noch gar nicht gesehen. Wir haben Spiele dabei gehabt, die sehr knapp waren, wo es auf Kleinigkeiten ankommt. Und da ist es wichtig, ruhig zu bleiben, nicht hektisch zu werden. Ich finde, das macht die Mannschaft im Moment ganz gut. Wir finden Wege, auch wenn es nicht perfekt läuft.
Dirk große Schlarmann: Du sprichst die Entwicklung an – insgesamt wirkt das aktuell sehr stabil. Wie nimmst du das wahr?
Rokko: Sehr positiv, klar. Aber ich bleibe dabei: Wir müssen das richtig einordnen. Wir haben eine gute Phase, wir holen unsere Punkte, wir spielen teilweise auch guten Fußball. Aber wir sind noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung. Es gibt viele Dinge, die wir noch verbessern können.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir auf die Tabelle schauen, dann sieht das aktuell schon sehr ordentlich aus. Europa ist kein Tabuthema mehr, oder?
Rokko: Nein, intern ist das schon ein Thema, das ist kein Geheimnis. Wir wollen international spielen, das ist unser Ziel. Aber wir wissen auch, dass der Weg dahin noch sehr lang ist. Diese Liga ist extrem ausgeglichen, da kann sich das schnell drehen. Deshalb bleiben wir bei unserem Ansatz: von Spiel zu Spiel denken.
Dirk große Schlarmann: Trotzdem – solche Siege geben dir natürlich Selbstvertrauen.
Rokko: Klar, das wäre auch komisch, wenn nicht. Wenn du Spiele gewinnst, dann wächst das Selbstvertrauen automatisch. Aber das ist auch etwas, das schnell wieder weg sein kann. Deshalb ist es wichtig, weiter hart zu arbeiten und nicht nachzulassen.
Dirk große Schlarmann: Ein paar Worte zu deinem Gegner heute?
Rokko: Sehr gerne. Ich habe großen Respekt vor meinem Trainerkollegen und seiner Mannschaft. Das war heute in der ersten Halbzeit ein sehr enges Spiel, das darf man nicht vergessen. Sie haben uns alles abverlangt. Das Ergebnis ist am Ende vielleicht etwas zu deutlich, aber das schmälert nicht die Leistung des Gegners.
Dirk große Schlarmann: Du hast jetzt innerhalb kurzer Zeit zweimal gegen sie gespielt – hilft das in der Analyse oder macht es das eher komplizierter?
Rokko: Beides ein bisschen. Du kennst natürlich gewisse Abläufe, weißt, was auf dich zukommt. Gleichzeitig stellt sich der Gegner auch auf dich ein. Das ist immer so ein kleines Schachspiel. Heute hatten wir vielleicht die besseren Lösungen, aber das kann im nächsten Spiel schon wieder ganz anders aussehen.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir ein bisschen nach vorne schauen – was wird jetzt entscheidend in den nächsten Wochen?
Rokko: Konstanz. Das ist und bleibt das wichtigste Thema. Es geht nicht darum, ein Spiel wie heute zu gewinnen, sondern darum, über Wochen hinweg die Leistung zu bringen. Auch in Spielen, die vielleicht nicht so laufen, trotzdem Punkte mitzunehmen.
Dirk große Schlarmann: Wo siehst du noch den größten Verbesserungsbedarf?
Rokko: In vielen kleinen Dingen. Im Umschaltspiel, in der Absicherung, in der Entscheidungsfindung im letzten Drittel. Das sind oft Nuancen, die am Ende den Unterschied machen. Da wollen wir uns weiter verbessern.
Dirk große Schlarmann: Letzte Frage: Nach so einem Spiel – wie sehr genießt man das als Trainer?
Rokko: Man freut sich natürlich, keine Frage. Aber es geht relativ schnell weiter. Wir analysieren das Spiel, nehmen die positiven Dinge mit, schauen, was wir besser machen können – und dann richtet sich der Fokus wieder nach vorne. So ist das Geschäft.
Dirk große Schlarmann: Rokko, vielen Dank für das Gespräch.
Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!
Europacup-Abend Nummer 2 in dieser Saison für Blau Weiß Linz.
Nach der Abfuhr gegen Straßburg musste man gegen ein ähnlich starkes Team aus Polen spielen. Im vergangenen Jahr scheiterte Kielce - genauso wie BW Linz - in der K.O. Phase an Nizza.
Das Spiel begann turbulent und die ersten Chancen endeten auf beiden Seiten im Netz. Somit stand es schon nach 11 Minuten 2:1 für Linz.
Danach gab es zahlreiche Abspielfehler auf beiden Seiten. Schwierige Bedingungen für beide Trainer, denn einige Spieler waren nicht auf ihrer Höhe. Bei Linz besserte es sich in der zweiten Halbzeit und spätestens nach dem 5:1 setzte bei der polnischen Mannschaft der Frust ein.
Am Ende gewinnt Blau Weiß die Partie verdient, aber mit der gezeigten Leistung kann man wenig zufrieden sein. Aber so ehrlich ist man auch, dass man sich nicht mehr sicher ist, ob man bis Oktober überhaupt noch gute Leistungen bringen kann, denn der Weg geht in die falsche Richtung.
GG an Neusser09, Kopf hoch und viel Erfolg noch in der restlichen Spielzeit.
Überraschungserfolg gegen Neusser und das Überteam Celtic Glasgow.
Das Spiel begann sehr konzentriert und ausgeglichen und auch der frühe Rückstand war natürlich nochmal ein Schock, Aber die Mannschaft fing sich und raufte sich nochmal zusammen.
In der der Halbzeit (mit 2:2) sammelten sich nochmal alle und spielten eine 2. Halbzeit die über die Grenzen hinausging.
Das nötige Spielglück war da, viele Bälle sprangen zu uns und wir kamen besser in die Zweikämpfe.
Der überragende Mann war Ayunga.
Danke an den Gegner für das faire Spiel und weiterhin viel Erfolg noch!
Nach fünf Spielen steht Bergamo nun mit drei Siegen und insgesamt neun Punkten in der Champions League-Tabelle da. Prinzipiell eine gute Ausgangslage, die ggf. schon für die Zwischenrunde reichen könnte. Insgesamt gegen Celtic eine knappe Kiste. Mit 10-9 Torschüssen und 3,0 - 3,4 xGoals hätte das Spiel gut und gerne auch remis enden können. Am Ende hat Bergamo das Quäntchen Glück auf seiner Seite und mit Carnesecchi einen überragenden Keeper im Tor. Nichtsdestotrotz beweist Raspadori einmal mehr, dass er ein würdiger Ersatz für Lookman im Sturm der Dea ist. Zalewski, Musah und Sulemana vergaben zudem noch weitere Chancen gegen den starken Schmeichel. Trainer reckinho zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Wir wussten, dass das Spiel heute eng werden würde. Celtic ist seit Jahren Serienmeister in Schottland und alleine deshalb erfolgsverwöhnt. Aber wir sind das heute gut und sehr konzentriert angegangen. Sicherlich haben wir in einigen Momenten auch Glück gehabt, am Ende des Tages sind wir aber sehr glücklich über die drei Punkte, die wir heute einfahren konnten. Wir sind heiß auf die kommenden Begegnugen. Unseren Gegner und speziell dem gegnerischen Trainer wünschen wir weiter viel Erfolg. Celtic wird denke ich auf jeden Fall auch den Sprung in die nächste Runde packen." Atalanta hat nun noch drei weitere Spiele gegen Kopenhagen, Bayer 04 Leverkusen sowie Fenerbahce Istanbul offen. Die Ausgangslage ist insgesamt gut, der Weg jedoch noch weit zu gehen. "Im Idealfall wollen wir uns die Zwischenrunde natürlich gerne sparen. Wir wissen aber selbst, dass das nicht leicht wird." sagte reckinho abschließend.
Dirk große Schlarmann: Rokko, wenn man sich dieses Pokalspiel anschaut – 5:3, viele Tore, zwei Mannschaften, die sich nichts geschenkt haben. Ist das genau die Art von Spiel, die man im Pokal erwartet?
Rokko: Ja, ich glaube schon, dass das so ein typisches Pokalspiel war. Viel Intensität, viele Umschaltmomente, wenig Abtasten. Beide Mannschaften wollten unbedingt weiterkommen, das hat man in jeder Phase gemerkt. Es war kein Spiel, in dem eine Mannschaft klar dominiert – sondern eher ein ständiges Hin und Her. Genau das macht den Pokal ja auch aus. Für die Fans ein Fest, für uns Trainer nicht gut für den Blutdruck.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir auf den Spielverlauf schauen – ihr geht in Führung, Heerenveen kommt zurück. Dann wieder das gleiche Spiel. Hattest du irgendwann das Gefühl, dass euch das Spiel komplett entgleiten könnte?
Rokko: Ja, diese Momente gab es definitiv. Gerade wenn du zweimal in Führung gehst und der Gegner zweimal zurückkommt, dann macht das schon etwas mit dir. Da brauchst du eine gewisse Stabilität im Kopf. Und ich finde, das haben die Jungs heute gut gemacht. Wir sind ruhig geblieben, haben weiter unser Spiel durchgezogen und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen.
Dirk große Schlarmann: Du sprichst die mentale Komponente an. Wie wichtig war die heute?
Rokko: Enorm wichtig. Ich glaube, in so einem Spiel entscheidet nicht nur die Qualität am Ball, sondern auch, wie du mit Rückschlägen umgehst. Und da haben wir heute einen guten Eindruck hinterlassen. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen, sondern weiter an unsere Abläufe geglaubt.
Dirk große Schlarmann: Dann kommt dieser Doppelschlag zum 4:2 – war das der Moment, der das Spiel letztlich entschieden hat?
Rokko: Ja, ich denke schon. Das war so ein bisschen der Knackpunkt. In einem Spiel, das so ausgeglichen ist, brauchst du manchmal genau solche Momente. Zwei Tore, die dem Gegner kurz den Stecker ziehen. Aber selbst danach war das Spiel ja noch nicht komplett durch, Heerenveen hat weiter Druck gemacht.
Dirk große Schlarmann: Du sagst es – es war ein 50/50-Spiel. Würdest du auch so weit gehen zu sagen, dass ihr heute der etwas glücklichere Sieger wart?
Rokko: Ja, das kann man so sagen. Ich glaube, wenn das Spiel anders ausgeht, kann sich auch keiner beschweren. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, beide hatten ihre Phasen. Heute waren wir vielleicht einen Tick effizienter oder hatten in den entscheidenden Momenten das nötige Quäntchen Glück. Das gehört im Fußball eben auch dazu.
Dirk große Schlarmann: Wenn man eure letzten Spiele sieht, dann fällt auf: Es sind oft torreiche Partien dabei. Ist das etwas, das du bewusst in Kauf nimmst, oder eher eine Entwicklung, die sich so ergibt?
Rokko: Ich glaube, es ist eine Mischung aus beidem. Wir haben natürlich eine gewisse Ausrichtung nach vorne, wollen aktiv sein, Chancen kreieren. Aber gleichzeitig arbeiten wir auch daran, defensiv stabil zu stehen. Heute war es eher ein Spiel, in dem beide Mannschaften viele Lösungen gefunden haben. Das passiert einfach manchmal.
Dirk große Schlarmann: Stichwort Pokal – wie wichtig ist dieser Wettbewerb für euch?
Rokko: Sehr wichtig. Das ist ein Wettbewerb, der seine eigenen Gesetze hat, wie man so schön sagt. Du hast K.o.-Spiele, du hast diese besondere Spannung. Und natürlich ist es auch eine große Chance. Wenn du weit kommst, kannst du etwas Besonderes erreichen. Deshalb nehmen wir den Pokal sehr ernst.
Dirk große Schlarmann: Gibt es da intern ein konkretes Ziel, oder geht ihr da von Runde zu Runde?
Rokko: Wir schauen wirklich von Spiel zu Spiel. Es bringt nichts, jetzt schon über mögliche Endspiele oder ähnliches zu sprechen. Dafür ist der Weg zu lang und zu schwierig. Aber klar ist auch: Wenn du im Wettbewerb bist, willst du ihn so lange wie möglich spielen. Und im Idealfall natürlich gewinnen.
Dirk große Schlarmann: Viele Trainer sagen ja, sie hätten im Pokal lieber erstmal „leichtere“ Gegner. Wie siehst du das?
Rokko: Ehrlich gesagt gar nicht so. Wenn du den Pokal gewinnen willst, musst du ohnehin jeden schlagen. Da bringt es dir nichts, darüber nachzudenken, wen du lieber hättest oder nicht. Am Ende kommen sowieso die starken Gegner. Deshalb nehmen wir es, wie es kommt.
Dirk große Schlarmann: Lass uns noch kurz auf deine Mannschaft schauen. Was hat dir heute besonders gefallen?
Rokko: Der Glaube an sich selbst. Auch nach den Ausgleichstreffern haben die Jungs nicht aufgehört, nach vorne zu spielen. Sie haben weiter Lösungen gesucht, sind weiter mutig geblieben. Das ist nicht selbstverständlich in so einem Spiel.
Dirk große Schlarmann: Und wo siehst du noch Potenzial?
Rokko: Klar, da gibt es immer Dinge. Wir müssen in gewissen Phasen noch stabiler werden, gerade wenn das Spiel so hin und her geht. Da geht es um Spielkontrolle, um klare Entscheidungen. Aber das sind Prozesse, die Zeit brauchen.
Dirk große Schlarmann: Wenn wir den Blick etwas weiter fassen – ihr seid insgesamt gut unterwegs, sowohl in der Liga als auch jetzt im Pokal. Wie bewertest du die aktuelle Entwicklung?
Rokko: Sehr positiv. Die Mannschaft entwickelt sich, das sieht man. Aber wir bleiben auch da realistisch. Es gibt noch viele Spiele, viele Herausforderungen. Wichtig ist, dass wir unseren Weg weitergehen und uns nicht von einzelnen Ergebnissen blenden lassen.
Dirk große Schlarmann: Hat man das Gefühl, dass die Mannschaft versteht, was du von ihr willst?
Rokko: Ja, das Gefühl habe ich schon. Die Jungs setzen die Dinge gut um, sind offen für Ideen, arbeiten hart. Das ist die Grundlage für alles. Ohne das kannst du keine Spiele gewinnen.
Dirk große Schlarmann: Wie wichtig ist so ein Sieg heute auch für das Selbstvertrauen?
Rokko: Natürlich gibt dir das etwas. Gerade ein enges Spiel, das du für dich entscheidest, kann dir einen Push geben. Aber auch da gilt: Nicht überbewerten. Es ist ein Schritt, nicht mehr und nicht weniger.
Dirk große Schlarmann: Ein paar Worte noch zum Gegner?
Rokko: Sehr gerne. Heerenveen hat das wirklich gut gemacht. Sie waren gefährlich, gut organisiert, haben uns vor Probleme gestellt. Das war ein Spiel auf Augenhöhe, und ich wünsche dem Trainerkollegen und seiner Mannschaft alles Gute für die kommenden Aufgaben.
Dirk große Schlarmann: Letzte Frage: Was nimmst du persönlich aus so einem Spiel mit?
Rokko: Dass es sich lohnt, dranzubleiben. Auch wenn es eng wird, auch wenn du Rückschläge hast – wenn du weiter an dich glaubst und als Team arbeitest, kannst du solche Spiele für dich entscheiden. Und genau das wollen wir uns beibehalten.
Dirk große Schlarmann: Rokko, vielen Dank für das Gespräch.
Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!
Endlich durfte der SSV Jahn wieder auf den Rasen. Man sah in der 1. Halbzeit auch etwas den Rost. Deutlicher Rückstand zur Pause - verdient. Die Ansprache dürfte aber gesessen haben. Direkt anderer Umgangston auf dem Platz. Aber Bebou ist zu schnell für die Verteidigung der Regensburger. Während er der IV davonläuft verzweifeln Dietz, Kühlwetter und Stolze entweder am Keeper oder am Unvermögen oder auch am Pfosten. Der Kopfballtreffer nach Eckball passt dann auch noch perfekt dazu.
Alles in allem gegen einen Gegner, der ohne Punkteverlust unterwegs ist wieder eine ansehnliche Leistung mit Ausnahme der Verteidigung. Die sind leider nicht auf Zack gewesen und haben öfter nicht so gut ausgesehen
Immer schade wenn man trotz Niederlage so ein Spiel nicht vernünftig zuende spielen kann.
Trotzdem weiterhin alles Gute an dich Edukat73
Mit 21 von 24 möglichen Punkten kommen die Kartoffelkäfer brillant durch diese Gruppenphase der EuropaLeague und sichern sich damit einen der ersten 8 Plätze. Damit spart man sich eine Runde und freut sich auf die KO Phase. Letzte Saison holte man mit Molde in der Gruppenphase die kompletten 24 Punkte und schied sofort in der KO Phase aus. Am Ende wird es wahrscheinlich darauf ankommen welches Los man bekommt und dann wird man schauen ob man noch ein paar europäische Partystunden am Tivoli erleben darf. Lars Goatdorf und seine Freunde sind auf jeden Fall mit dem vollen Herzen dabei.
Hey man hat die Tore aufm dem Feld noch gefunden...wenn auch erst im Rückspiel. Diesmal geht der Sieg der Gäste auch in Ordnung da sie gerade nach der Pause noch eine Schippe drauf legen konnten. Alles Gute und bis zu neuen Saison weiterhin viel Erfolg.
Also das man ein Spiel noch ohne Tore erleben darf... herrlich 😁. Denke geht so in Ordnung weil man sich tatsächlich gegenseitig absolut nicht weh tat. Jeder hatte ne Kleinigkeit für dich aber zu guter letzt war das auch ein richtiges Null zu Null Spiel. Weiterhin alles gute und viel Erfolg bis zum nächsten mal.
Gutes Spiel von Volendam. Man hatte hier Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen. Aber im Abschluss fehlte es dann öfter an Genauigkeit. Man hatte Ajax einigermaßen im Griff was überraschte. Vllt hatte das Hinspiel etwas Eindruck gemacht. Das 1 zu 2 fiel dann auch kurz vor Ende eher unglücklich aus sicht von Volendam. Ein Pass auf der rechten Seite auf höhe des Strafraumes wurde leicht abgefangen und dann kurz vorm eigenen 16er zum Boomerang. So ging es in Unterzahl richtig Tor wo Ajax dann leichtes Spiel hatte im Abschluss ohne das Gegenwehr in der Nähe war. Ich wünsche weiter alles Gute und viel Erfolg weiterihn, auch wenn der Gegner lieber still schweigend das Stadion verließ.
Auftakt in die Champions League für Betis Sevilla und es ging zum Schreck der Königlichen aus Madrid, den Sporting Club Braga. Ein wirklich dickes Brett zum Auftakt, aber die Königsklasse ist halt reich gesät mit wirklich starken Trainern.
Betis ging konzentriert ins Spiel rein und schaffte dann auch heute über die vollen 90 Minuten das, was man sich so oft vorgenommen hat für jedes Spiel wünschen würde. Ball und Gegner ließ man gut laufen, man suchte geduldig nach seinen Chancen. Das 1:0 dann nach einer wunderbaren Ablage von Cucho, so dass Isco völlig blank vorm Tor steht und den Ball mit einem flachen Schuss im Tor unterbringen kann. Betis machte ihre Sache wirklich gut, hatte sogar noch durch Isco eine weitere wirklich gute Möglichkeit, doch der Schuss rutscht dem Tormann zwar durch die Hosenbeine, wird aber noch entscheidend abgelenkt von diesem, so dass der Ball nicht im Tor landet. Braga fehlte es offensiv irgendwie immer im letzten Moment. Man spielte sich immer mal wieder in die gefährliche Zone, doch der letzte Pass, die letzte Aktion, gelang dann einfach nicht. Das lag zum einen an den aufmerksamen Gästen, aber auch an der eigenen Ungenauigkeit.
Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild, Betis wollte weiter den Ball laufen lassen und versuchen so Herr über dem Spiel zu bleiben. Es war ein wirklich spannendes und nervenaufreibendes Spiel, dass wirklich sehr gut anzuschauen war. Braga nun auch ein wenig genauer im letzten Drittel und prompt stellt Zalazar auf 1:1. Betis ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und beide Seiten schenkten sich weiterhin nichts, standen auch defensiv sehr gut. Nur 15 Minuten nach dem Ausgleichstreffer ist dann aber Fran Navarro zur Stelle und sorgt für die Führung der Gastgeber. Eiskalt vor dem Tor die Hausherren, die aus zwei Torschüssen zwei Tore machen. Das nennt man Qualität. Aber Betis reagierte sofort und konnte durch Abde schnell wieder ausgleichen. Ganz wichtig für die Gäste, die dann am Ende sogar noch fast zum Siegtreffer kamen, aber die Situation nicht so gut ausgespielt und so bleibt es beim 2:2.
Ein Spiel das einem Mut macht gegen einen wirklich starken Gegner, der einem 90 Minuten vollste Aufmerksamkeit abverlangte. So darf es gerne weitergehen für Betis, wünscht man sich doch solche Leistungen in jedem Spiel.
Danke für das faire Spiel und alles Gute weiterhin für dich!
Rosenborg gewinnt bei kristiansund und verdient ! Es war ein schweres Spiel da der Gegner gut stand, aber zweite Halbzeit hat Rosenborg umgestellt und Offensiver gespielt.. Und es hat sich gelohnt! Die Fans sind glücklich und Rosenborg und Franky das scheint zu passen 🎉🎊
Starkes Spiel hier von beiden Mannschaften ! Aber Rosenborg hätte hier 1 Pkt mitnehmen können. Sehr schade, wobei man schon unnötig 3:1 zurückliegt aber dann zurück kommt auf 3:3 und am Ende so ein dummes Gegentor bekommt ! GG und viel Erfolg weiter ☺️🤙 stark gespielt ! 👌
Das Rückspiel war diesmal sofort klar da gab es nicht so eine lange Ungewissheit. Deventer stellt hier schnell die Weichen für den Heimsieg und da passt einfach alles so wie es soll. Volendam als Gast kam zu der ein oder der anderen Chance in der Luft durch 2,01m Mann Veermann aber seine Kopfbälle waren heute nicht das Gelbe vom Ei. Kurz vor Ende traf Volendam noch mit einer ner Fackel den Pfosten, sonst gab es nichts. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles gute 🍀. Bis zur nächsten Saison.
Das war eine Partie die zumindest vom Ergebnis her lange offen war. Volendam blieb lange im Spiel hatte aber mehrere male das Glück das Deventer wegen Abseitstoren zurück gepfiffen wurde. So dauerte es bis etwa 20 Minuten vor Schluss des Spiels bis dann auch auf der Tafel das passende Ergebnis stand. Verdiente Niederlage ohne Zweifel. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles gute 🍀.
Auftakt für Fortuna Sittard ins Abenteuer Europa und das Programm hat es in sich. Liverpool (JK7), Bournemouth (Lmatti), Rio Ave (Killuminati), Stromsgodset (Gimmly), WSG Tirol (Babakinho), Falkirk (Blacksacki), Guimaraes (Starz_Gaming) und Gazisehir (Master Steve). Man wird sich sehr strecken müssen, um da in die Top 24 zu kommen.
Der Auftakt dann ausgerechnet gegen den Finalisten des Vorjahres. Leichter Gegner also. Aber Sittard wollte sich nicht verstecken und tat das auch nie. Früh brachte Sierhuis die Heimelf in Front. Tirol lässt sich von so etwas aber nicht schocken und kam nach gut 20 Minuten zum Ausgleich. Sittard aber mit viel Spielkontrolle, ließ Ball und Gegner gut laufen. Dazu immer wieder mit guten Chancen, hier und da aber einfach nicht konsequent genug. Trotzdem sah alles gut aus und als dann Limnois gute 20 Minuten vor dem Ende für die erneute Führung sorgte, da sah man sich auf einem guten Wege. Man hatte die Gäste bis dato gut unter Kontrolle. Diese danach aber mit einer taktischen Umstellung und offensiv wurde Tirol dadurch griffiger. Trotzdem schenkte man die Führung zu leicht her, als Pinto den Ball rechts zu leicht verlor, nicht das Taktische Foul zog und man so den Konter zum Ausgleich nicht verhindern konnte. Man blieb seiner Spielweise treu, zeigte auch offensiv sehr gute Aktionen, aber Tirol nun vorne deutlich konsequenter und nutzte die Chancen eiskalt aus. Das tat Sittard nicht und so stand es nach 90 Minuten 2:5, auch wenn man sich hier absolut nichts vorzuwerfen hatte. Das war wirklich bitter vom ganzen Spielverlauf her und einfach stark gemacht von Babak, so als würde er einen 70 Minuten Spaß gönnen, dich ein wenig mitspielen lassen und dann mal kurz Ernst machen. Hier wäre mehr drin gewesen und ein Remis wäre schon ein sehr gutes Zeichen gewesen, hätte einen hoffnungsvoll in die nächsten sehr schweren Spiele blicken lassen. Doch man kann auf der Leistung aufbauen und wird weiter alles reinwerfen.
Danke dir für das wie immer sehr faire Spiel Babak, auch wenn ich echt noch alt und grau werde wegen dir
Und auch das 6. Spiel gestaltet Tirol erfolgreich in der Europa League, wenn auch hier ein hartes Stück Arbeit dabei war. Sittard ließ von Beginn an Ball und Gegner laufen, Tirol hatte Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, ging noch mit dem 1:1 recht zufrieden in die Kabine. In Halbzeit zwei wollte man ebenfalls am Ballbesitz teilnehmen, doch Sittard kontrollierte das Spiel und ging in der 70. Minute nicht unverdient in Führung. Doch mit Butler hatte Tirol den Man of the Match, der hier binnen 17 Minuten das Spiel vollständig dreht und für alle fünf Tore sorgte.
Tirol kann nun mit der nächsten Runde planen, Bonussspiele wie gegen Guimaraes und vor allem Liverpool wird man nur noch genießen. Starkes Spiel Markus und weiterhin viel Erfolg noch mit Sittard die Saison.
gG, starke Moral von Volendam die nach 3 zu 0 und 4 zu 1 Rückstand wieder in die Partie finden. Wie das passierte? Keine Ahnung man spielte einfach immer weiter nachdem man schon mit der Packung gerechnet hatte. Und irgendwie ging die Tür nochmal auf und plötzlich kam man zu Chancen und Toren.Kurz vor Ende sogar noch 2 Chancen das komplett zu drehen aber das wäre dann auch zu viel des guten gewesen.Zuletzt steht ein natürlich glücklicher Punkt gegen das favorisierte Ajax aber den Punkt nimmt man natürlich gerne mit. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und alles gute 🍀.
Überraschungserfolg gegen Matze.
Im 2. Spiel unter dem neuen Trainer, hatte man den Tabellenführer um Erfolgscoach Matze90 zu Gast, das Spiel war ein absolut faires und lies sich echt gut ansehen.
In vielen Situationen hatte man das nötige Spielglück, was man gegen den guten Trainer in solchen Spielen benötigt und setzte sich am Ende zu hoch, aber wahrscheinlich nicht ganz unverdient mit 7:3 durch.
Danke für das faire Spiel und viel Erfolg dir weiterhin im Meisterrennen.
St. Mirren ist bis jetzt zufrieden mit neuen Coach und hoffentlich kann man den "Lauf" noch etwas fortsetzen.