Spielinfo

Eliteserien, 26 Spieltag, 07.05.2026 09:52:20

Ereignisse

11"
1:0
Tor (Schuss) Jonas Svensson 3. Tor
25"
2:0
Tor (Schuss) Ole Kristian Selnæs 6. Tor
33"
3:0
Tor (Schuss) Simen Bolkan Nordli 5. Tor
47"
4:0
Tor (Schuss) Iver Fossum 1. Tor
53"
4:1
Tor (Schuss) Remi-André Svindland 7. Tor
73"
Gelb Dadi Dodou Gaye 1. Gelbe Karte
76"
4:2
Tor (Schuss) Nicklas Strunck 10. Tor
90"
5:2
Tor (Schuss) Emil Ceïde 14. Tor

Vorlagen

Spielberichte

Dirk große Schlarmann: Rokko, wenn man nur das Ergebnis liest – 5:2 für Rosenborg – dann könnte man meinen, das sei eine ziemlich klare Angelegenheit gewesen. War es denn so? Und ärgert dich das?

Rokko: Klar, verlieren ärgert immer, das ist doch logisch. Aber heute ist es wirklich so, dass sich dieses Ergebnis härter anfühlt, als das Spiel eigentlich war. Wenn du 90 Minuten nur auf die Anzeigetafel schaust, dann denkst du: „Okay, Rosenborg hat Bryne komplett auseinandergenommen.“ Und das war aus meiner Sicht einfach nicht der Fall. Natürlich war Rosenborg besser, natürlich haben sie verdient gewonnen – da brauchen wir gar nicht drum herum reden. Aber dieses 5:2 spiegelt den Verlauf nicht komplett wider.

Dirk große Schlarmann: Was genau meinst du damit?

Rokko: Wir kommen eigentlich ordentlich rein. Das war ja vorher schon unser Ansatz: mutig sein, nicht nur hinten drinstehen und hoffen, irgendwie ein 0:0 zu halten. Und das haben die Jungs auch gemacht. Wir hatten Ballbesitzphasen, wir hatten gute Ansätze im Aufbau, wir haben versucht mitzuspielen. Aber Rosenborg hat eben diese Qualität, dass sie sich aus Drucksituationen brutal gut lösen können. Und dann ging das teilweise unfassbar schnell. Ein Kontakt, zack durchs Zentrum, nächster Ball direkt auf außen oder in die Spitze – und plötzlich verteidigst du im Rückwärtsgang.

Dirk große Schlarmann: Das war während des Spiels schon beeindruckend, wie schnell die euch überspielt haben.

Rokko: Ja, total. Und das meine ich wirklich als Kompliment. Das war schon stark. Gerade dieses Überbrücken des Mittelfelds – das war richtig gut gemacht. Die spielen diese strammen vertikalen Pässe, der Stürmer schirmt den Ball ab, der nächste startet direkt durch. Da musst du defensiv permanent wach sein. Und wenn du da mal einen halben Schritt zu spät kommst, wird’s sofort gefährlich. Das haben sie heute brutal effizient gemacht.

Dirk große Schlarmann: Trotzdem hattet ihr ja nicht das Gefühl eines komplett unterlegenen Teams vermittelt.

Rokko: Genau das ist der Punkt. Wir waren nicht chancenlos. Das ist mir wichtig zu sagen. Klar, Rosenborg hatte mehr gute Phasen und mehr Qualität in den entscheidenden Momenten. Aber wir waren durchaus im Spiel. Nur: Während Rosenborg aus gefühlt jeder guten Aktion ein Tor gemacht hat, haben wir unsere Situationen eben nicht so konsequent genutzt. Und dann nimmt das Spiel halt diesen Verlauf.

Dirk große Schlarmann: Zur Halbzeit steht’s 0:3. Was ging da in dir vor?

Rokko: Natürlich denkst du erstmal: „Das ist brutal.“ Vor allem, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass wir drei Tore schlechter waren. Aber gleichzeitig war schon klar, dass wir uns defensiv steigern müssen. Vorne fand ich das phasenweise gar nicht so schlecht. Im Aufbau hatten wir durchaus gute Momente gegen eine Mannschaft, die individuell einfach wahnsinnig stark besetzt ist. Aber hinten haben wir heute nicht auf unserem höchsten Niveau verteidigt. Und gegen so einen Gegner wirst du dafür bestraft.

Dirk große Schlarmann: Dann direkt nach der Pause das 0:4. War das der Knackpunkt?

Rokko: Ja, schon. Ich glaube, wenn du gut aus der Halbzeit kommst und vielleicht selbst das erste Tor machst, dann kann so ein Spiel nochmal kippen oder zumindest enger werden. Aber stattdessen kassieren wir direkt das vierte Gegentor. Und das war natürlich ein heftiger Wirkungstreffer. Trotzdem muss ich den Jungs zugutehalten: Sie haben nicht aufgegeben. Das fand ich wichtig.

Dirk große Schlarmann: Ihr kommt dann nochmal auf 4:2 ran. Hattest du da nochmal Hoffnung?

Rokko: Kurzzeitig schon, ja. Du merkst dann plötzlich, dass wieder Energie da ist. Die Jungs haben investiert, haben weiter angelaufen, haben sich Chancen erarbeitet. Und offensiv sah das gegen diese Mannschaft phasenweise wirklich ordentlich aus. Deshalb ärgert mich das Ergebnis am Ende vielleicht auch so ein bisschen. Weil ich finde, dass wir in einigen Bereichen ein ordentliches Spiel gemacht haben.

Dirk große Schlarmann: Aber defensiv eben nicht?

Rokko: Genau. Und das gehört halt auch zur Wahrheit. Wir haben heute nicht sauber genug verteidigt. Nicht immer individuell, sondern auch als Mannschaft. Die Abstimmung war nicht perfekt, die Reaktionen waren manchmal einen Tick zu spät. Und Rosenborg hat das gnadenlos bestraft. Das ist eben der Unterschied auf diesem Niveau.

Dirk große Schlarmann: Du wirkst trotzdem relativ ruhig nach so einer Niederlage.

Rokko: Ja, weil ich versuche, solche Spiele vernünftig einzuordnen. Natürlich tut das weh. Niemand verliert gerne 5:2. Aber ich finde, man muss differenzieren. Es gibt Spiele, da verlierst du hoch und bist komplett chancenlos. Und dann gibt es Spiele wie heute, wo du phasenweise gut mitspielst, aber der Gegner einfach brutal effizient ist und du selbst defensiv nicht dein bestes Niveau erreichst.

Dirk große Schlarmann: Ist Rosenborg aktuell vielleicht einfach nochmal ein Regal höher?

Rokko: Ja, das muss man anerkennen. Gerade individuell haben sie enorme Qualität. Und wenn die ins Rollen kommen, wird’s extrem schwer. Trotzdem finde ich, dass wir uns nicht verstecken müssen. Gerade mit Ball hatten wir gute Momente. Im nächsten Spiel wird wieder alles möglich sein, ich rechne uns schon Chancen aus.

Dirk große Schlarmann: Was hat dir an Rosenborg, und deren Trainer, heute besonders imponiert?

Rokko: Diese Klarheit im Spiel. Die wussten genau, wann sie Tempo machen müssen und wann nicht. Und vor allem diese Ruhe am Ball trotz hoher Intensität – das war schon stark. Man merkt einfach, dass da Qualität und ein klarer Plan zusammenkommen. Deshalb auch völlig verdienter Sieg. Und meinem Trainerkollegen wünsche ich wirklich nur das Beste weiterhin. Super Typ, super Mannschaft.

Dirk große Schlarmann: Jetzt kommt natürlich die spannende Frage: Wie geht man mit so einem Spiel um? Gerade nach zuletzt guten Ergebnissen.

Rokko: Mund abputzen und weitermachen. Ganz einfach. Solche Spiele gehören dazu. Wir werden diese Saison nicht alles gewinnen, das war uns vorher klar. Wichtig ist jetzt, dass wir ruhig bleiben und nicht anfangen, alles schlechtzureden. Dafür gibt es auch gar keinen Grund. Wir stehen insgesamt immer noch gut da.

Dirk große Schlarmann: Du klingst fast so, als könntest du aus so einer Niederlage sogar etwas Positives ziehen.

Rokko: Ja, weil solche Spiele dir zeigen, woran du arbeiten musst. Und weil sie dir auch zeigen, welches Niveau nötig ist gegen Topteams. Das ist wichtig für unsere Entwicklung. Natürlich lieber mit Punkten – aber manchmal lernst du eben auch aus solchen Abenden viel.

Dirk große Schlarmann: Hat dieses Spiel vielleicht auch gezeigt, dass ihr offensiv durchaus mithalten könnt?

Rokko: Das glaube ich schon. Gerade im Aufbau und in unseren offensiven Abläufen waren gute Dinge dabei. Wir haben gegen einen sehr starken Gegner zwei Tore gemacht und hatten noch weitere gute Situationen. Das nehmen wir definitiv mit.

Dirk große Schlarmann: Letzte Frage, Rokko: Was ist jetzt wichtig für die kommenden Wochen?

Rokko: Ruhe bewahren. Weiterarbeiten. Die Dinge ehrlich analysieren, aber nicht in Panik verfallen. Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Und wir wissen auch, dass wir noch Schritte gehen müssen. Genau darum geht’s jetzt.

Dirk große Schlarmann: Rokko, danke dir für das Gespräch.

Rokko: Sehr gerne, danke dir Dirk!

Rokko

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Spielstatistiken

Ballbesitz in %
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
Schüsse
6.40
Expected Goals (xG)
3.40
Pässe
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
1
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
Dribbling-Erfolgsquote in %
Schusspräzision in %
Passgenauigkeit in %

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