Europa Conference League, 1 Spieltag, 15.01.2026 10:43:24
KSC bekommt internationale Härte zu spüren
ECL-Gruppenphase, Spieltag Nr.3: Es mussten langsam Punkte her, starke Spiele wie gegen Manchester City reichten leider nicht. Vorne hui, hinten pfui und auch das sollte sich heute wieder beweisen, wobei man vorne auch keinen goldenen Tag erwischte...
Zum internationalen Heimspiel wurde an die internationale Freundschaft mit Racing Strasbourg erinnert. Dann ging es los. Karlsruhe hatte den ersten Hochkaräter durch Burnić, der lange Zeit alleine aufs Tor zulaufen konnte und wohl zu viel Zeit zum Überlegen hatte. Die anschließende Ecke verpuffte. Der IFK machte es nach, scheiterte an Bernat und ließ die Ecke danach ebenfalls ins Leere laufen. Dann zog der KSC das Spiel immer mehr an sich und kam auch zu guten Gelegenheiten. In der 36. Minute war Louey Ben Farhat der Nutznießer, nachdem er von Marvin Wanitzek herrlich in Szene gesetzt wurde - 1:0!

Auch anschließend war der KSC näher am zweiten Treffer als die Schweden am Ersten. Marvin Wanitzek scheiterte kurz vorm Pausentee noch am Querbalken. Värnamo kam in der Nachspielzeit nochmal gefährlich nach vorne und spielte sich im Sechzehner fest. Der Ball wurde stark hin und her gespielt, bis Marcel Franke den Schuss blocken konnte. Doch plötzlich gab es einen Pfiff, den Fingerzeig auf den Elfmeterpunkt und die Ermahnung für David Herold. Es muss wohl vorher ein Foul stattgefunden haben, doch TV-Bilder gab es leider keine mehr. "Hansi" Bernat hatte die Ecke, doch der Schuss von Marcus Antonsson war zu platziert. Unglücklicher Rückschlag vor der Pause für die Badener.

Nach dem Seitenwechsel nahm sich der KSC vor, an Halbzeit eins anzuknüpfen, doch die Hausherren wurden bitterböse von Fortuna enttäuscht. Nach dem Ausgleichstreffer sollte für die ersten zwanzig Minuten des zweiten Durchgangs überhaupt nichts mehr zusammenlaufen. Die Verteidigung stand nur Spalier und jeder Schuss war ein Treffer, denn Alsalkhadi (3x) und Antonsson stellten den Spielstand plötzlich auf 1:5.

Der KSC war völlig bedient und bekam nach verpasster verdienter Halbzeitführung die ganze internationale Härte gegen einen erfahrenen Gegner zu spüren. Die Hausherren gaben sich nicht auf, es war jedoch einfach eine zu große Aufgabe, um hier noch im letzten Heimspiel der Gruppenphase zu punkten. Wanitzek steckte noch einmal klasse auf Schleusener durch, der das Leder mit voller Wut ins kurze Eck nagelte (66.). Doch gefühlt im Gegenzug gab es den nächsten Doppelschlag der Gäste. Die Abwehrarbeit sollte und wollte einfach nicht mehr funktionieren. Speziell beim 2:7 war dies deutlich, da Franke den Ball erst überragend als letzter Mann abgrätschte, dieser jedoch per Abpraller im Strafraum landete, wo der besser positionierte Beifus dann unverständlicherweise aber klar zu spät kam und es den nächsten Elfmeterpfiff gab. Auch hier rafften sich die Fächerstädter nochmal auf, doch mehr als ein Abstauber von Schleusener und ein Lupfertor vom eingewechselten Leon Opitz sollten nicht mehr herausspringen.
Am Ende hatte der KSC hier genügend, auch qualitativ gute, Chancen, um hier den ersten internationalen Dreier einzufahren. Schlussendlich muss man sich aber mal wieder selbst an die Nase fassen, da man zwanzig Minuten verschlafen hatte und sich so direkt vier Tore fing. Värnamo überstand den ersten Durchgang etwas glücklich mit einem Ausgleich, überrannte die Hausherren dann aber kurzerhand mit all ihrer Spielstärke und so gewannen die Schweden dann auch irgendwo verdient.
Glückwunsch an Joel, gegen den es mir nach 5 1/4 Jahren Pflichtspielpause dennoch richtig Spaß gemacht hat - sehr stark was der Junge da mit den kleinen Schweden macht! Alles Gute weiterhin!
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