2. Bundesliga, 26 Spieltag, 17.03.2025 21:31:17
St.Pauli sichert sich die Meisterschaft, und bekommt an Spieltag 33 die Felge im Millerntor überreicht.
Danke an den KSC für dieses wirklich spannende Spiel.
Wir sehen uns nächste Saion im Oberhaus.
KSC verliert auch das vierte Topspiel und macht Pauli zum Meister
Spieltag Nr.31: Etwas Rehabilitation gegen Mönchengladbach und zack wartete der nächste Brocken. An Spieltag 1 verlor man deutlich im Wildpark, zuletzt folgten dann zwei Niederlagen gegen Darmstadt. Es war dann so oder so selbstverständlich, dass man mit der vollen Ausbeute vom Millerntor zurückkehren wollte - erstens weil man die Punkte brauchte und zweitens weil man nicht alle vier Topspiele der Top3 verlieren wollte. Ausgerechnet Ex-Paulianer Marcel Beifus fehlte rotgesperrt, für ihn startete Robin Bormuth.
Aufstellung KSC:
Weiß - Günther (75. Herold), Bormuth, Franke, Jung (75. Pinto Pedrosa) - Rapp (75. Heußer), Jensen - Kaufmann (75. Egloff), Wanitzek, Burnić (75. Conté) - Schleusener
Das Spiel war von Anfang an eines Topspiels würdig und beide zeigten ihre fußballerische Klasse. Die erste Chance hatte Irvine mit einem Schuss von der Sechzehnerkante, doch den ersten Hochkaräter hatte Mikkel Kaufmann in der 26. Minute. Der Däne dribbelte sich fast bis zur Grundlinie, jagte das Leder aber Vollspann übers kurze Eck - da war mehr drin! Mit ordentlich Dusel kam St. Pauli dann zur Führung und damit der Meisterschaft zuhause einen riesigen Schritt näher: Elias Saad gewann das Laufduell auf Linksaußen gegen Jung, ehe er scharf in die Mitte servierte. Robin Bormuth bekam unter engster Bedrängnis von Guilavogui gerade noch so den Scheitel an den Ball, sodass er unfreiwillig zu Daniel Sinani verlängert wurde. Günther war hellwach, doch Sinanis wilde Annahme sorgte für große Überraschung bei der Augsburger Leihgabe, ehe der St. Paulianer auch noch cool blieb und Max Weiß tunnelte - 1:0 für den FCSP! Die Hausherren nutzten den Rückenwind und kamen kurze Zeit später fast zum zweiten Treffer, doch Saad verzog aus bester Position um Haaresbreite. Mit einem 1:0 ging es in die Katakomben.
Nach dem Seitenwechsel nahm sich der KSC viel vor, doch der Zwang war deutlich zu spüren, sodass viele Abspiel- und Stoppfehler unterliefen. Dennoch lag der erste dicke Fisch wieder bei den Badenern, Fabian Schleusener vertänzelte sich allerdings und so konnte der Schuss noch im letzten Moment zur Ecke geblockt werden. Karlsruhe stand hinten weitestgehend sicher und so hatte Sinani die Idee einfach mal aus rund 18 Metern draufzuhalten - und wurde belohnt! Der Ball schlug mit voller Wucht im kurzen Winkel ein, sodass Max Weiß umsonst abhob. Nun sollte es eine ganz schwere Aufgabe für den KSC werden, doch aufgeben war nicht! Die Badener nahmen das Spiel an sich und marschierten zum ein oder anderen Vorstoß. In der 70. Minute hatte Marvin Wanitzek freie Bahn in der gegnerischen Hälfte und wurde von James Sands taktisch niedergerissen. Doch wer den Karlsruher Kapitän kannte wusste: die eigentliche Großchance sollte noch kommen! Das Karlsruher Wunderkind fasste sich ein Herz und nagelte den Freistoß aus exakt 28,7 Metern an den Außenpfosten - Glück für die Hausherren! Und direkt im Anschluss schlug wieder das (Topspiel-)Pech des KSC zu... Irvine kam kurz und wurde angespielt, hatte aber auch direkt den Atem von Lasse Günther im Genick, Kurz bevor ein Zweikampf zustande kommen sollte, segelte Günther über den ebenfalls attackierenden Rapp, sodass Irvine aufdrehen und den Ball tief auf Guilavogui spielen konnte. Dieser machte es dann hervorragend und lupfte den Ball leicht an, sodass Franke darunter durchrutschte, der schnelle Saad freie Bahn hatte und so der dritte Treffer fiel. Der KSC war aber am heutigen Tage nicht totzukriegen und glaubte noch an das Wunder. Der eingewechselte Herold machte Meter über Links, spielte einen blitzschnellen Doppelpass mit Wanitzek und scheiterte dann aus zu spitzem Winkel am hervorragend parierenden Vasilj. Die nächste Chance sollte folgen, so setzte Conté seinen Stürmer in Szene. Fabian Schleusener tänzelte Hauke Wahl aus, der sich nur noch mit einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze zu helfen wusste. Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck zeigte zurecht die Ampelkarte, auch wenn dem Kapitän des FCSP hier keine Absicht zu unterstellen war. Der Gästeblock machte sich schon zu einem kleinen Jubel bereit, denn wieder legte sich Marvin Wanitzek den Ball zurecht und dieses Mal donnerte er ihn aus exakt 20 Metern unhaltbar in den Giebel.
Doch danach war Schluss!
Das Millentor stürmte den Rasen, die Fans lagen sich jubelnd in den Armen - der FC St. Pauli holte sich die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Auf die gesamte Saison sicherlich verdient - herzlichen Glückwunsch dazu, Laurent!!
Karlsruhe wurde erneut unter Wert geschlagen und verlor auch das vierte Topspiel der Saison - ergo? Vorübergehend Platz 3 mit Blick in den Rückspiegel!
Glückwunsch. Auch wenn mir das schwer über die Lippen kommt. Schönes Spiel gewesen. Der schönste Treffer geht aber knapp an Wanitzek
# | Verein | Sp. | Tore | Diff. | ø | Pkt. | |
---|---|---|---|---|---|---|---|
1 | 33 | 168:46 | 122 | 2.61 | 86 | ||
2 | 33 | 174:86 | 88 | 2.45 | 81 | ||
3 | 34 | 119:60 | 59 | 2.32 | 79 | ||
4 | 34 | 146:81 | 65 | 2.06 | 70 | ||
5 | 31 | 144:83 | 61 | 2.06 | 64 | ||
6 | 31 | 127:77 | 50 | 1.9 | 59 | ||
7 | 31 | 110:64 | 46 | 1.81 | 56 | ||
8 | 30 | 123:89 | 34 | 1.83 | 55 | ||
9 | 34 | 122:97 | 25 | 1.59 | 54 | ||
10 | 33 | 117:109 | 8 | 1.45 | 48 | ||
11 | 29 | 81:103 | -22 | 1.41 | 41 | ||
12 | 32 | 84:96 | -12 | 1.19 | 38 | ||
13 | 34 | 134:168 | -34 | 0.85 | 29 | ||
14 | 34 | 71:107 | -36 | 0.82 | 28 | ||
15 | 32 | 79:165 | -86 | 0.66 | 21 | ||
16 | 34 | 93:193 | -100 | 0.53 | 18 | ||
17 | 34 | 73:188 | -115 | 0.29 | 10 | ||
18 | 33 | 45:198 | -153 | 0.21 | 7 |