PKO Bank Polski Ekstraklasa, 16 Spieltag, 02.01.2026 23:51:44
Reporter: Rokko, am Ende steht ein 4:3 gegen Raków Częstochowa. Wenn man eure bisherigen Duelle kennt, wirkt dieses Ergebnis fast schon logisch. Wie hast du dieses Spiel erlebt?
Rokko: Genau so, wie man es erwarten konnte. Spiele gegen Dominik sind eigentlich immer gleich und trotzdem jedes Mal wieder anders. Es ist ein wilder Ritt, ein permanentes Hin und Her, bei dem man sich sicher sein kann, dass es nicht bei ein oder zwei Toren bleibt. Da wird nicht lange darüber nachgedacht, wie man ein 1:0 über die Zeit schiebt, sondern beide Seiten gehen kompromisslos nach vorne. Und genau das war auch diesmal wieder der Fall.
Reporter: Bevor wir tiefer ins Spiel gehen, hast du vorab sehr warme Worte für deinen Trainerkollegen gefunden. Was macht Dominik für dich so besonders?
Rokko: Da gibt es einiges. Für mich ist er tatsächlich so etwas wie everybodys Darling der Liga. Zumindest aus meiner Sicht. Er ist unglaublich sympathisch, immer respektvoll, immer fair. Dazu kommt, dass er die Liga lebt. Er versorgt alle mit Infos, mit News, hält den Austausch am Laufen und trägt einfach viel zur Gemeinschaft bei. Und das sage ich ganz offen, obwohl er ausgerechnet diese für mich wirklich schwer erträgliche Farbkombination schwarz-gelb bevorzugt. Das ist sportlich natürlich grenzwertig, aber menschlich macht er das mehr als wett.
Reporter: Du hast sogar gesagt, dass er ein Hauptgrund dafür war, warum du unbedingt wieder nach Polen wolltest. Das ist schon ein großes Kompliment.
Rokko: Absolut. Nach meiner langen Zeit bei Korona Kielce war für mich lange nicht klar, ob und wann ich nochmal in Polen arbeiten möchte. Dominik war da wirklich ein ausschlaggebender Punkt. Der Austausch mit ihm, seine Art, seine Leidenschaft für die Liga – das hat einfach wieder Lust gemacht. Deshalb wollte ich das auch mal öffentlich sagen. Es wird oft über Taktik, Ergebnisse und Tabellen gesprochen, aber der menschliche Faktor ist mindestens genauso wichtig.
Reporter: Dann kommen wir zum Spielverlauf. Ihr geht früh durch Sanca in Führung. Hat euch das Sicherheit gegeben?
Rokko: Sicherheit ist vielleicht das falsche Wort. Gegen Raków und gegen Dominik weißt du, dass eine frühe Führung nichts bedeutet. Klar, das 1:0 nach 23 Minuten war wichtig, aber wir wussten alle, dass das Spiel damit erst richtig beginnt. Und so kam es ja auch. Raków gleicht aus, wir gehen wieder in Führung, sie kommen zurück. Das ist typisch für diese Duelle.
Reporter: Zur Pause stand es 2:1 für Piast. Wie war die Stimmung in der Kabine?
Rokko: Ruhig, aber angespannt. Wir wussten, dass noch alles passieren kann. Es war klar, dass Raków weiter nach vorne spielen würde, und wir wollten das genauso tun. Es ging nicht darum, irgendetwas zu verwalten. Das wäre gegen diesen Gegner und diesen Trainer auch völlig falsch gewesen.
Reporter: In der zweiten Halbzeit ging es dann genauso weiter. 2:2, 3:2, 3:3. Was ging dir da durch den Kopf?
Rokko: Ehrlich gesagt vor allem, wie unfassbar offen dieses Spiel wieder war. Defensiv war das auf beiden Seiten sicher nicht das höchste Niveau, aber das gehört bei uns irgendwie dazu. Keiner stellt sich hinten rein, keiner spielt auf Sicherheit. Das ist volle Kanne Offensive, und das macht diese Spiele so brutal unterhaltsam. Als Trainer altert man dabei wahrscheinlich um ein paar Jahre, aber als Fußballfan musst du sowas lieben.
Reporter: Am Ende ist es erneut Dalmau, der mit seinem dritten Treffer den Lucky Punch setzt. Wieder einmal der entscheidende Mann?
Rokko: Ja, definitiv. Dalmau war erneut der entscheidende Faktor. Drei Tore sprechen für sich. Man muss aber auch fair bleiben und sagen, dass er bei zwei Treffern extrem viel Glück hatte. Der Ball fällt ihm genau vor die Füße, genau in den Momenten, in denen du als Stürmer einfach da sein musst. Das klingt wie eine Phrase, aber es ist so. Er steht richtig, bleibt ruhig und nutzt diese Situationen. Das ist Qualität, auch wenn Glück natürlich eine Rolle spielt.
Reporter: Würdest du sagen, das Ergebnis war gerecht?
Rokko: Ich denke, es war wieder ein klassisches 50:50-Spiel. Beide Teams hatten ihre Phasen, beide hätten das Spiel gewinnen können. Heute hatten wir das bessere Ende für uns, beim nächsten Mal kann es genauso gut andersherum laufen. Gegen Dominik gibt es selten klare Sieger oder Verlierer. Es sind meist Nuancen, die Tagesform oder eben auch einfach Glück, das entscheidet.
Reporter: Wie sehr genießt du solche Spiele trotz der ganzen Anspannung?
Rokko: Sehr. Genau für solche Spiele macht man das. Es ist intensiv, emotional, manchmal chaotisch, aber immer mit Respekt. Nach dem Schlusspfiff weißt du, dass beide alles reingeworfen haben. Und gerade gegen einen Trainer wie Dominik macht das besonders Spaß, weil man weiß, dass es nie unfair oder unsportlich wird.
Reporter: Abschließend: Welche Worte hast du für Raków Częstochowa und deinen Trainerkollegen?
Rokko: Ich wünsche Dominik wirklich nur das Beste für die kommenden Spiele. Er ist ein super Mensch und ein starker Trainer, auch wenn er sich farblich wirklich nochmal hinterfragen sollte 😜. Ich bin mir sicher, dass er mit Raków noch viele gute Ergebnisse holen wird. Und ich freue mich jetzt schon riesig auf das Rückspiel.
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