Spielinfo

PKO Bank Polski Ekstraklasa, 9 Spieltag, 02.01.2026 11:12:27

Ereignisse

3"
0:1
Tor (Schuss) Bartosz Kapustka 3. Tor
5"
0:2
Tor (Schuss) Noah Weißhaupt 3. Tor
30"
Gelb Steve Kapuadi 1. Gelbe Karte
39"
1:2
Tor (Schuss) Erik Jirka 1. Tor
45"
1:3
Tor (Schuss) Patryk Kun 1. Tor

Vorlagen

Bartosz Kapustka 3. Assist
Damian Szymanski 1. Assist
Kacper Chodyna 1. Assist
Dalmau 1. Assist

Spielberichte

Reporter: Rokko, willkommen zurück in Polen – auch wenn der Einstand mit Piast Gliwice mit einer 1:3-Niederlage gegen Legia Warschau sicher nicht so ausgefallen ist, wie Sie es sich erhofft haben. Wie fühlt sich dieser Moment direkt nach Abpfiff für Sie an?

Rokko: Danke. Es ist ehrlich gesagt eine Mischung aus vielen Gefühlen. Natürlich ist da Enttäuschung, weil du dein erstes Spiel nach der Rückkehr gewinnen willst oder zumindest etwas Zählbares mitnehmen möchtest. Gleichzeitig war es aber auch ein sehr ehrlicher Abend. Legia hat uns in den ersten Minuten genau gezeigt, wo wir stehen und was diese Liga von dir verlangt. Das tat weh, aber es war lehrreich. Ich bin nicht hierhergekommen mit der Erwartung, dass alles sofort perfekt läuft. Diese Liga ist brutal schwer, und Legia ist ein Maßstab.

Reporter: Sie sprechen die Anfangsphase an. Nach fünf Minuten stand es bereits 0:2. Was ist da passiert?

Rokko: Wir haben gepennt, da gibt es nichts zu beschönigen. Die ersten 15 Minuten waren schlichtweg nicht auf dem Niveau, das du gegen Legia brauchst. Zu wenig Spannung, zu wenig Klarheit, zu viel Abstand in den Linien. Kapustka trifft früh, Weißhaupt legt nach – und beide Tore waren verdient. Das sind genau diese Momente, in denen du als Mannschaft sofort präsent sein musst. Das waren wir nicht. Und dafür wirst du in dieser Liga gnadenlos bestraft.

Reporter: Danach wirkte Piast deutlich stabiler und auf Augenhöhe. War das die Reaktion, die Sie sehen wollten?

Rokko: Ja, absolut. Und das ist auch der Punkt, an dem ich ansetze. Nach diesem Fehlstart hätten wir auseinanderfallen können. Das ist nicht passiert. Die Mannschaft hat sich gefangen, hat mutiger gespielt, besser verschoben, den Ball ruhiger zirkulieren lassen. Spielerisch waren wir ab da auf Augenhöhe. Aber – und das ist entscheidend – das reicht eben nicht, wenn du vorher so viel herschenkst. Ein 0:2 drehst du nicht mal eben gegen eine Mannschaft wie Legia.

Reporter: Kurz vor der Pause fällt dann der Anschluss durch Erik Jirka. Wie wichtig war dieses Tor für den weiteren Verlauf?

Rokko: Extrem wichtig. Dieses Tor hat uns wieder Leben eingehaucht. Es war ein sauber herausgespielter Treffer, mit Überzeugung und Mut. In dem Moment hast du gepsürt: Okay, wir sind da, wir können mithalten. Die Atmosphäre im Stadion hat sich verändert, wir waren plötzlich wieder im Spiel. Genau solche Momente brauchst du, wenn du dich aus einer schwierigen Situation befreien willst.

Reporter: Doch nur wenige Minuten später kassieren Sie noch das 1:3 durch Kun. Ein psychologisch ungünstiger Zeitpunkt.

Rokko: Das war ein Nackenschlag, keine Frage. Wenn du kurz vor der Pause den Anschluss machst, willst du mit diesem Gefühl in die Kabine gehen. Stattdessen bekommst du noch ein Gegentor. Das ist bitter. Auch da müssen wir viel besser verteidigen, konsequenter sein. Legia nutzt das mit einer Selbstverständlichkeit, die ihre Qualität widerspiegelt. Sie haben diese Ruhe in entscheidenden Momenten, da können wir noch einiges lernen!

Reporter: In der zweiten Halbzeit blieb es dann beim 1:3. Was hat gefehlt, um nochmal Druck aufzubauen?

Rokko: Vor allem Durchschlagskraft. Wir hatten Ballbesitzphasen, wir hatten Struktur, aber wir sind kaum in klare Abschlusssituationen gekommen. Und das lag nicht nur an uns. Die beiden Innenverteidiger von Legia waren für mich die Spieler des Spiels. Da ging absolut nichts durch. Jeder Laufweg wurde antizipiert, jeder Ball abgefangen oder sauber geklärt. Das war überragend verteidigt. Du kannst dann viel probieren, aber wenn du keine Räume bekommst, wird es schwer.

Reporter: Würden Sie sagen, dass es trotz der Niederlage auch positive Aspekte gab?

Rokko: Auf jeden Fall. Und das ist mir wichtig zu betonen. Nach diesem schwachen Start haben wir uns nicht aufgegeben. Wir haben gezeigt, dass wir fußballerisch mithalten können. Die Mannschaft hat meine Idee angenommen, hat versucht, Lösungen zu finden. Das Ergebnis sagt 1:3, aber der Spielverlauf nach der Anfangsphase war enger, als es vielleicht auf dem Papier wirkt. Trotzdem: Verdienter Sieg für Legia. Da gibt es keine Ausreden.

Reporter: Es war Ihr erstes Spiel nach der Rückkehr als Trainer von Piast Gliwice. Wie haben Sie diesen Moment persönlich erlebt?

Rokko: Sehr intensiv. Ich habe diese Liga nicht vergessen. Die Stadien, die Emotionen, die Wucht der Spiele – das ist alles wieder sofort da. Es fühlt sich vertraut an, aber gleichzeitig neu. Ich weiß, dass hier kein Platz für lange Anlaufphasen ist. Du musst schnell lernen, schnell reagieren. Genau das nehmen wir aus diesem Spiel mit. Dennoch überwiegt die Freude, dass es nun im Xten Anlauf funktioniert hat hier wieder Fuß zu fassen. Der Hype dieser Liga ist vorbei, geholfen hat aufjedenfall, dass die Liga mittlerweile bockstark besetzt ist.

Reporter: Wie ordnen Sie die Niederlage ein?

Rokko: Das ist eine sehr schwere Liga. Jede Woche ein Gegner, der dir alles abverlangt. Legia ist eines der Topteams, das muss man klar sagen. Gegen solche Mannschaften musst du über 90 Minuten nahezu perfekt sein. Das waren wir nicht. Deshalb verlieren wir verdient. Aber wir sind auch nicht chancenlos. Das ist der wichtige Punkt.

Reporter: Der Blick geht nach vorne: Was erwarten Sie vom nächsten Spiel?

Rokko: Eine klare Steigerung, vor allem in der Anfangsphase und in der Arbeit gegen den Ball. Wir werden daran arbeiten, von der ersten Minute an wach zu sein. Diese Schlafmützigkeit dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Gleichzeitig werden wir weiter an unserer Struktur feilen. Das braucht Zeit, aber ich sehe, dass die Jungs bereit sind, diesen Weg mitzugehen.

Reporter: Zum Abschluss noch ein Wort zu Ihrem Trainerkollegen TheChucky.

Rokko: Glückwunsch an ihn und an Legia. Das war ein reifer Auftritt, sehr souverän. Ich wünsche ihm und seiner Mannschaft viel Erfolg für den Rest der Saison. Aber eines kann ich auch sagen – und das meine ich mit einem Augenzwinkern: Im Rückspiel werden wir versuchen, es ihnen deutlich schwerer zu machen. Wir lernen schnell. Und wir kommen wieder.

Reporter: Vielen Dank für das Gespräch, Rokko.

Rokko: Danke.

Rokko

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Spielstatistiken

46
Ballbesitz in %
54
14
Ballrückeroberungs-Zeit (in Sek.)
10
2
Schüsse
6
1.50
Expected Goals (xG)
2.90
142
Pässe
150
Tacklings
Gewonnene Tacklings
Abgefangene Bälle
Paraden
Fouls
Abseits
Ecken
Freistöße
Elfmeter
0
Gelbe Karten
1
0
Gelbrote Karten
0
0
Rote Karten
0
Abwehrdurchbrüche (Direkt)
Abwehrdurchbrüche (Außen)
Abwehrdurchbrüche (Hoch)
Abwehrdurchbrüche (Versucht)
88
Dribbling-Erfolgsquote in %
94
Schusspräzision in %
87
Passgenauigkeit in %
87

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